Altenpflege
Die Westallgäuer Seniorenbetreuung macht 60000 Euro Verlust

Ein Verlust von 60000 Euro steht im Jahresabschluss 2010 der Westallgäuer Seniorenbetreuung gGmbH (WSB). Ursächlich dafür ist unter anderem der gestiegene Personalaufwand, aber auch höhere Kosten zum Beispiel für Reinigungsmittel oder die Fremdvergabe der Wäscherei, wie Geschäftsführer Stefan Spieler im Gemeinderat von Weiler-Simmerberg darstellte. Eine Einschätzung, wie das Jahr 2011 wohl enden werde, wollte Spieler auf Nachfrage von 2. Bürgermeister Josef Reichart nicht unbedingt wagen. Zwar habe man im Mai die Heimkosten um zwei Prozent erhöht, was etwa 50000 Euro mehr bringe, aber dennoch schränkte er ein: << Eine Prognose ist schwierig. Ob es besser wird? Wir arbeiten mit Hochdruck daran, aber versprechen kann ich nichts. >>

Seit 2000 betreibt die WSB die beiden Seniorenheime St. Vinzenz in Scheidegg und Rothach in Weiler. Für das erste Halbjahr 2011 errechnete Spieler eine Auslastung von 97 Prozent in Scheidegg, aber ungewöhnlich niedrige 94 Prozent in Weiler. Derzeit habe man dort vier Betten frei.

Eine mögliche Erklärung, so deutete der Geschäftsführer an, könne sein, dass Angehörige wegen eines möglicherweise kommenden Umbaus und damit verbundenem Baustellenlärm ihre Leute nicht mehr ins Seniorenheim Rothach bringen wollen. << In anderen Heimen im Landkreis gibt es solche Probleme bei der Belegung nicht >>, meinte er und erwähnte die << ungeklärte Situation >>, dass man ja noch nicht wisse, von wem und auf welche Weise die Einrichtung künftig betrieben werde. Deshalb könne die WSB auch im Personalbereich derzeit nicht viel tun.

Der Gemeinderat hatte sich im Frühjahr grundsätzlich für eine Fremdvergabe entschieden. Einziger Bewerber ist bislang das Allgäu Stift Kempten, welches einen Neubau für 5,5 Millionen Euro plant. Die Zahl der Betten soll von derzeit etwa 60 auf 70 erhöht werden.

Was mögliche Einschränkungen durch Bauarbeiten angehe, so versuchte Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph zu besänftigen. Ein möglicher neuer Betreiber werde eine Übergangslösung finden, die den Anforderungen der Pflege entgegenkomme. Die Wohnqualität solle darunter nicht leiden.

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