Musik
Die Skaband Jump The Shark aus dem Westallgäu veröffentlicht ihre erste richtige CD

'Es ist für uns definitiv ein Neuanfang', sagt Johannes Pfister. Neue Lieder, neuer Sänger, neuer Bassist: Am Ende eines mehrmonatigen Findungsprozesses steht die siebenköpfige Westallgäuer Ska-Combo Jump The Shark mit ihrer ersten richtigen CD in den Startlöchern. Das zwölf Lieder umfassende Werk heißt 'Maladjusted' ('Unangepasst') und wird am kommenden Samstag im Lindenberger Jugendhaus erstmals vorgestellt.

Rückblende: Die Gruppe Jump The Shark wird Anfang 2006 gegründet. Knapp ein Jahr später gewinnt sie den lokalen Vorentscheid des 'AZ-Szene-Star' in Lindenberg.

Es folgen unzählige Konzerte in ganz Süddeutschland und sogar Luxemberg – bis heute insgesamt etwa 120 Auftritte.

Im März 2009 erscheint die erste halbstündige Mini-CD. Zwei Jahre später erfolgt der große Schnitt: Sänger, Gitarrist und Gründungsmitglied Andreas Wagner zieht berufsbedingt weg und steigt aus. 'Es hatten alle Bock weiterzumachen. Die Frage war nur – wie?', fasst Johannes Pfister zusammen.

Die Band testet zahlreiche Kandidaten für die verwaisten Posten, um letztlich doch eine interne Lösung zu finden: Der gebürtige Simmerberger Johannes Pfister (25) übernimmt Gitarre und Gesang einfach selbst, dafür besetzt Arno Brechenmacher (33) aus Kaufbeuren dessen bisherigen Platz am Bass.

Etwa ein dreiviertel Jahr dauert es, bis Jump The Shark wieder 'spielfähig' sind. Parallel dazu werden neue Lieder geschrieben – und es reift der Wunsch, diese auch gleich aufzunehmen.

Diesmal soll es allerdings keine Mini-CD, sondern gleich ein 'richtiges' Album werden. 'Man gibt eh so viel Geld aus für ein Tonstudio', meint Johannes Pfister.

Die Band geht Anfang 2012 sogar in zwei: nach Kempten, weil es dort besonders knackige Rocksounds gibt, und nach Friesenhofen bei Leutkirch, weil dort die Bläser besonders gut klingen.

In einer Woche sind die zwölf Lieder mit knapp 45 Minuten Spielzeit im Kasten. Die Nachproduktion dauert jedoch etwas länger. 'Das ist eben so, wenn alle Sieben ihren Senf dazugeben', meint Johannes Pfister lachend.

'Maladjusted' erscheint in einer ersten Auflage von 1000 Stück. Einen Teil davon hat die Band, deren Mitglieder inzwischen von Stuttgart bis Landshut verteilt arbeiten oder studieren, an Labels verschickt.

'Wir haben schon einige Absagen bekommen, aber bei einer Handvoll sind wir noch im Rennen. Wir hoffen, dass wir dadurch Unterstützung beim Vertrieb bekommen, gerade was das Thema Downloads und MP3 angeht.

Reich werden wir ohnehin nicht: Es gibt in Deutschland keine Skaband, die von ihrer Musik leben kann', sagt Johannes Pfister.

Für die CD-Release-Party am Samstag, 1. September, im Jugendhaus Lindenberg (Einlass 19 Uhr) wurden mit The Vocs und den Honky Tonk Rebels bewusst zwei lokale Vorgruppen engagiert, die noch nicht so viele Konzerte auf dem Buckel haben. 'Das ist hier in der Gegend schwierig. Deshalb wollten wir den beiden eine Plattform bieten.'

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