Konzert
Der Big Band Club Dornbirn heizt 80 Gästen im Kornhaus Weiler ein

Ob poppig, rockig, lateinamerikanisch oder klassisch – für jeden Geschmack hat der Big Band Club Dornbirn im Kornhaus Weiler etwas geboten. Als eine der 'Topbands der österreichischen Bigbandszene' kündigten die Veranstalter vom Westallgäuer Heimatverein den Auftritt der 1968 gegründeten Band an. Rund 80 Besucher erlebten einen heißen Jazzabend.

Die 17 Musiker unter der Leitung von Josef Eberle heizten den Zuschauern mit ihren schwungvollen und peppigen Klängen mächtig ein. Doch auch ruhigere Balladen wie 'For the Time Being' riefen Begeisterung bei den Jazz-Liebhabern hervor. Insbesondere das Flügelhornsolo von Toni Meusburger beeindruckte das Publikum. Mit von der Partie war auch der Weilerer Saxophonist Herbert Rädler.

Besonderes Vergnügen haben deutschsprachige Nummern wie 'Zieh die Schuh aus' und 'So geil Berlin' von Roger Cicero bereitet. Lead-Posaunist Thomas Gertner bewies hier als Sänger großes Talent. Dem bei den Tölzer Sängerknaben ausgebildeten Musiker sind die Lieder nahezu genauso gut gelungen wie dem Original. Mit seinem Enthusiasmus und seiner kraftvollen Darbietung zog der 41-jährige Bayer die Besucher in seinen Bann.

Tatkräftig unterstützt wurde Gertner von der hervorragenden instrumentalen Begleitung seiner Bandkollegen.

Die österreichischen und deutschen Musiker versuchten sich auch an etwas 'unkonventionelleren Stücken' wie Dirigent Josef Eberle sie nannte. Der Song 'Minuano (Six Eight)' ist von vielen Taktwechseln und zahlreichen Soloeinlagen bestimmt. 'Das ist jetzt schon ein wenig kammermusikalisch und hat weniger mit einer klassischen Bigband zu tun', erklärte Gert Hämmerle, Gründungsmitglied der Jazzgruppe. 'Aber das sind Experimente, die man auch ein bissl machen muss', so Hämmerle.

Beeindruckendes Solo

Ein weiteres 'Experiment' stellte der Song 'Sing Sang Sung' dar. Angelehnt an die Komposition 'Sing Sing Sing' von Louis Prima aus dem Jahre 1936 wurde 'eine der ältesten Swingnummern auf ganz neu' gemacht, so Hämmerle. Herausstechend war bei diesem Stück das beeindruckende Klarinettensolo von Erich Peter. Das Publikum war begeistert und zeigte dies mit frenetischem Applaus. 'Ich war früher kein Jazz-Fan, aber hier im Kornhaus ist mir der Jazz näher gekommen. Das ist so unmittelbar, und die Atmosphäre ist super', schwärmte Barbara Eckart aus Weiler.

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