Ortsgestaltung
Christine Mayr-Baldauf gewinnt den Heimenkircher Architektenwettbewerb

Der Architektenwettbewerb zur Gestaltung der neuen Bahnhofstraße in Heimenkirch hat zu einem eindeutigen Ergebnis geführt. Sowohl die Jury als auch der Marktgemeinderat ließen sich vom Entwurf der aus Heimenkirch stammenden Architektin Christine Mayr-Baldauf überzeugen.

Die Entscheidung in der Gemeinderatssitzung am Montag fiel ebenso einstimmig wie zuvor in der neunköpfigen Jury. Rund zweieinhalb Stunden hat die Jury die sechs eingereichten Vorschläge geprüft und diskutiert. Ihr gehörten neben Fachleuten und Vertretern der Gemeinde auch Heimenkircher Bürger an. Den Wettbewerb organisiert und den Prozess begleitet hat Stadtplaner Otto Kurz.

Er erklärte dem Gemeinderat, wie die Jury ihren Beschluss begründet. Sie sieht in Mayr-Baldaufs Entwurf die meisten Wünsche erfüllt, die im Gemeinderat und in der Bürgerwerkstatt formuliert worden waren.

Christine Mayr-Baldauf ist es gelungen, den langgezogenen und derzeit unruhigen Bereich Bahnhofstraße/Bahnhofplatz durch eine verhältnismäßig strenge Formensprache und konsequente Linienführung deutlich zu strukturieren und zu einem schlüssigen Raum zusammenzuführen. Gleichzeitig schafft sie mit durchdachter Gestaltung eine freundliche, einladende Situation.

Lamellenwände aus Weißtanne

Grundelemente des Entwurfs sind Pergolen zwischen Bürgersteig und Bahnanlage, denen ein Rastermaß von fünf Metern zugrunde liegt. Ihr Gerüst besteht aus Stahl und ist flexibel erweiter- und nutzbar. Gefüllt wird die Konstruktion durch eingehängte Holzlamellenwände aus Weißtanne. Die Architektin greift mit ihrer Materialwahl das auf, was der Besucher der Bahnhofstraße vorfindet: Da ist einmal die dominante Stahltreppe über den Bahnkörper und dann holzverkleidete Gebäude, etwa das Paul-Bäck-Haus.

Die Pergolen sind verbunden durch Hecken, die – wie auch die Holzwände – von einer Wellenstruktur geprägt sind. Hiermit weist Christine Mayr-Baldauf auf die Hügellandschaft hin, die Heimenkirch umgibt. Gleichzeitig durchbrechen die Wellenlinien die strenge Form der Pergola-Konstruktionen.

Auch sieht die Gestalterin einen Bezug zum Paul-Bäck-Haus, in dessen Schindelverkleidung und Dachform Rundungen vorkommen. Die Elemente der Pergola bilden den Treppenaufgang zum Bahnsteig als Portal aus, sie fassen den Rampenaufgang und ermöglichen das Überdachen von Wartebereichen und Fahrradabstellplatz mit Plexiglas.

Bürgermeister Markus Reichart erkennt in dem Konzept der Architektin 'bei aller Sachlichkeit viel Herzblut und viel Bezug zu Heimenkirch'. Auch die meisten anderen Ratsmitglieder lobten die Pläne und brachten bereits einige Detailvorschläge zur Verbesserung an. Diese können laut Bürgermeister Reichart bei weiteren Planungsschritten berücksichtigt werden.

Die von Christine Mayr-Baldauf vorgesehene Pergola-Konstruktion fasst die Heimenkircher Bahnhofstraße als klaren Raum, bietet aber dennoch viel Transparenz. Diese Visualisierung zeigt die Situation am Bahnhofplatz. Die farblich gestalteten Wellen in den Holzwänden setzen sich in den verbindenden Hecken fort. Hecken sieht die Planerin auch auf der anderen Straßenseite vor.

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