Konzert
Bunte Musikpäckchen unter dem Weihnachtsbaum

Eine Reise durch die Stilrichtungen der Blasmusik hat der Musikverein Sigmarszell beim Weihnachtskonzert am zweiten Feiertag unternommen. Gut 350 Gäste folgten gedanklich nach Norwegen, Spanien, in den Wilden Westen oder gleich auf eine Fahrt durch die Höhen und Tiefen des eigenen Lebens.

Es war ein Abend der 'ersten Male'. Die neu zusammengelegte Jugendkapelle Hergensweiler-Sigmarszell spielte zum ersten Mal auf der Bühne vor so viel Publikum und meisterte unter Leitung des Dirigenten Oliver Stohr freudestrahlend diese Herausforderung. Zusätzlich eröffneten die jungen Nachwuchstalente das traditionelle Weihnachtskonzert des Musikvereins Sigmarszell – ebenfalls ein Novum.

Doch damit nicht genug: Auch die Musikkapelle selbst präsentierte ihr erstes Konzert mit ihrem neuen Dirigenten Mikhail Protsenko nach nur dreimonatiger Probezeit mit einem erfreulichen Ergebnis: ein kurzweiliger Abend mit bunt verpackten Blasmusikpäckchen aller Stilrichtungen.

Vorherrschend im ersten Teil waren Assoziationen zum Thema 'Weite'. Im schwungsvollen Arioso schien sich weites Land aufzutun, in 'Day of Hope' die Weite des Geistes dank Botschaft verkündender Fanfaren.

Ein eigenwilliger Anfang prägte das vom Dirigenten melodiös und klanglich ausgewogen arrangierte 'Spiel mir das Lied vom Tod'. Es vertiefte die Erfahrung der Weite um einen weiteren Aspekt, den der Harmonie des Trompetensolos und Disharmonie der Mundharmonika.

Im zweiten Teil des Abends legte die Musikkapelle an Dynamik und Tempo zu und erreichte einen Höhepunkt im schwermütig melancholischen 'Montanas del Fuego' mit einem überraschend erklingenden Saxofon.

Und dass Posaunisten ebenso wie Tubisten Träume musikalisch verwirklichen können, zeigten die Blechbläser der Kapelle, die sich ihren Soli hingebungsvoll widmeten. In 'Contrasts of Life' verdeutlichten besonders Flügelhorn und Saxofon im Ineinanderweben der Melodiestränge das Auf und Ab des Lebens.

Die Musikerinnen und Musiker durften mit sich zufrieden sein, zeigten sie doch ein facettenreiches Konzert, gut verdaulich mit einem besinnlichen Abgang.

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