Förderverein Mellatz
Brisante Themen in Mellatz kein Tabu

Mellatz ist nicht nur ein Ort, an dem Gottesdienste abgehalten werden. Der ungebrochen große Zulauf zeigt, dass die Combonimissionare wohl die richtige Mischung aus Gebet und Gesang, Seelsorge, Sinnsuche und Geselligkeit treffen. Aber auch das Aufgreifen brisanter und gesellschaftspolitischer Themen ist in Mellatz kein Tabu.

Für die finanzielle Unterstützung des Bildungshauses wurde 1999 der Förderverein Missions- und Tagungshaus Mellatz e. V. gegründet, dem zurzeit zirka 300 zahlende Mitglieder angehören. Bei der Mitgliederversammlung standen turnusmäßige Neuwahlen auf der Tagesordnung. Dr. Josef Heine löst im Vorsitz Rita Kees ab.

Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Vorsitzende des Förderkreises Mellatz stellte sich Rita Kees nicht mehr zur Wahl. In ihrem detaillierten Halbjahresbericht gab sie eine Übersicht der verwendeten Gelder, die aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und dem Verkauf von Gartenprodukten aus eigenem Anbau stammen. Ein großer Teil geht an Missionsprojekte und auch das Bildungshaus wurde mit einer größeren Summe bedacht.

Bruder Friedbert Tremmel berichtete als Vertreter der Provinzleitung der Comboni Missionare in Deutschland über die Organisation. Zur deutschsprachigen Provinz der Comboni-Missionare gehören 89 Mitglieder. Davon sind 30 im missionarischen Dienst in Übersee.

Wille des Gründers

Aus der neuesten Statistik wird ersichtlich, dass die Berufungen zum missionarischen Dienst als Comboni-Missionar mehr und mehr aus dem Süden, vor allem aus Afrika, kommen. 139 Theologiestudenten bereiten sich auf die Priesterweihe und 22 Brüder auf die Gelübde auf Lebenszeit vor. Von diesen kommen 96 Studenten und 17 Brüder aus Afrika.

Damit wird dem Willen des Gründers, des heiligen Daniel Comboni, entsprochen, der in seinem Missionsplan schon vor 150 Jahren vorsah, dass die Ortskirchen in Afrika selbst missionarische Berufungen hervorbringen und weltweit missionarisch wirken.'

Der Gottesdienst am Vormittag war ausgerichtet auf den internationalen Gedenktag 'Nein zu Gewalt an Frauen – Frei Leben.' Dieser Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabel, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktionen gegen den Diktator Trujillo beteiligt.

Arbeitskreis gegen Gewalt

Verschiedene Vereine und Institutionen im Landkreis treffen sich regelmäßig im 'Arbeitskreis gegen Gewalt' zu Erfahrungsaustausch und Problemlösungen; sie gestalteten gemeinsam den Gottesdienst mit persönlichen Berichten.

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