Diskussionspunkt
Betreuung und Gewerbegebiet sind die Themen im Haushaltsausschuss in Weiler

Zwei Punkte im Haushaltsplan 2012 wurden von Hauptausschuss besonders angesprochen – teils aus finanziellen, teils aus inhaltlichen Gründen. Betreuung: Früh- und Mittagsbetreuung, offene Ganztagsschule, Jugendsozialarbeit – etwa 140 000 Euro beträgt der Anteil der Gemeinde allein an den Personalkosten. Das sind zwar 16 000 Euro weniger als im Vorjahr, doch Joachim Zwerger befindet diese Summe immer noch für zu hoch.

Er wollte wissen, inwiefern die Leistungen freiwillig oder vorgeschrieben seien. Einige seien freiwillig, bei anderen 'sind wir nicht verpflichtet, aber sollten es unbedingt tun', sagte Hauptamtsleiterin Julia Bentz.

Sie wisse um die Kostenproblematik und versprach, diese kritisch im Auge zu behalten. Bis zu Beginn des neuen Schuljahres wolle sie tiefer in die Thematik einzusteigen und nach weiteren sinnvollen Einsparmöglichkeiten suchen, kündigte sie an.

Gewerbegebiet Hammermühle: 15 000 Euro sind für den Einstieg in die Flächennutzungsplanung für das 18 Hektar große Gebiet im Ortseingang vorgesehen. 'Vorsorglich', wie Rudolph anmerkte.

Er sieht die Flächen, die man einem österreichischen Landwirt vor der Nase weggekauft habe, als 'Faustpfand' für Grundstücksgeschäfte, Gewerbeansiedlungen oder Erweiterungen. Konkret wolle beispielsweise ein Betrieb aus Simmerberg mit 250 Arbeitsplätzen expandieren.

'Wenn wir dem nichts bieten, dann ist er weg.' Dabei sei eine Entwicklung 'nicht von heute auf morgen', sondern schrittweise im Bereich von fünf Jahren plus X angedacht. Bruno Bernhard sieht ein Gewerbegebiet Hammermühle dennoch als 'unreife Geschichte' an, in die man noch keinen Fuß setzen solle.

Man solle zuerst doch das Gebiet Am Stampfbach 'vernünftig überplanen', dann stünden dort ausreichend Gewerbeflächen zur Verfügung. Er erwarte (auch von der WEST), dass man zuerst die Lücken innerorts schließe, ehe man im Außenbereich erweitere.

'Ich lasse mich als Gemeinderat nicht auslachen. Die 'Lex Feneberg’ sitzt tief', bekannte der CSU-Gemeinderat. Bernd Ferber hingegen sagte: 'Das Wohlergehen einer Gemeinde hängt vom Gewerbe ab.' Es wäre deshalb ein 'hanebüchener Fehler', die 15 000 Euro nicht einzustellen.

Mit einem Abstimmungsergebnis von 4:3 wurde der Betrag schließlich im Haushaltsplan belassen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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