Seniorenbeirat
Betreutes Wohnen für Senioren zu teuer?

Sollten alle Einheiten für das geplante «Betreute Wohnen» auf dem ehemaligen Reich-Gelände in Lindenberg verkauft und nicht zumindest teilweise direkt vermietet werden, sieht der Seniorenbeauftragte der Stadt, Dr. Gerd Strube, am Ende einen zu hohen Preis für viele Senioren.

Miete zu hoch

Denn wer hier in den Kauf einer Wohnung investiere, müsse letztlich eine Miete verlangen, «die für viele zu hoch sein wird», so Strube bei der Tagung des Seniorenbeirates im Landkreis Lindau in Opfenbach. Er hinterfragte zugleich die Nachfrage: «Inwieweit ist für solche Wohnformen wirklich ein Bedarf vorhanden?».

Röthenbachs Seniorenbeauftragter Anton Stehle kritisierte, dass der Begriff des «Betreuten Wohnens» nicht geschützt sei: «Was mich dort erwartet, muss ich jedes Mal neu abfragen». Die zweite Vorsitzende des Seniorenbeirates, Doris Scheuerl, stellte die Projekte in Wohmbrechts und Stiefenhofen als positive Beispiele heraus: «Hier handelt es sich um echtes Seniorenwohnen ohne teure Extras, die sich viele nicht leisten können». Darauf Gerd Strube: «Das würden wir uns in Lindenberg auch wünschen».

Mit der geplanten Streichung der Kurzzeitpflege-Plätze im Lindauer Krankenhaus beschäftigte sich der Seniorenbeirat ebenfalls. Deren Vorsitzende Anneliese Spangehl informierte die Mitglieder, dass sie in einem Schreiben an Landrat Elmar Stegmann die Wichtigkeit der Plätze betont habe: «Die Angehören brauchen Planungssicherheit, um beispielsweise im Sommer einen Urlaub organisieren zu können».

Aktiv wurde die Vorsitzende des Seniorenbeirates auch mit Blick auf die Kürzung des Schulgeldes für die Altenpflegeschüler/-innen: «Leider habe ich kaum Rückmeldungen auf meine Schreiben erhalten», klagte Spangehl.

Eigenbeteiligung steigt

Die Mittel seien zwar nicht gekürzt worden, erläuterte Doris Scheuerl, doch aufgrund gestiegener Schülerzahlen sei weniger Geld für den einzelnen Schüler übrig, was zu einer höheren Eigenbeteiligung führe. Und das wiederum könne zur Folge haben, dass einzelne Interessenten den Beruf nicht ergreifen. «Denn auch Umschüler, die teilweise von Hartz-4 leben, sind betroffen. Für sie kommt die Ausbildung aufgrund der Kosten nicht in Frage».

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