Gräber
Begräbnisse werden billiger

Begräbnisse auf dem Friedhof in Weiler werden künftig tendenziell etwas günstiger. Das geht aus der neuen Satzung für die Gebühren im Friedhofs- und Bestattungswesen hervor, die der Gemeinderat Weiler-Simmerberg einstimmig erlassen hat. Sie tritt zum 1. Januar 2011 in Kraft. Anlass dafür ist die Neu-Vergabe der hoheitlichen Bestattungsleistungen für den gemeindlichen Friedhof in Weiler sowie die drei Leichenhäuser in Weiler, Simmerberg und Ellhofen. Sie werden künftig vom Bestattungsunternehmen Wurm aus Lindenberg durchgeführt.

Durch den Wechsel des Dienstleisters war es notwendig, die Preise und Gebühren neu zu regeln - und zwar zum Vorteil der Bürger, wie Ordnungsamtsleiter Friedhold Schneider erklärt. «Alles ist tendenziell etwas günstiger geworden», fasst er zusammen. Die Herstellung eines herkömmlichen Grabs kostet zum Beispiel um die 300 Euro, das Ausheben eines Urnengrabs 85 Euro.

In der neuen Satzung sind die Gebühren für das Begräbniswesen nun viel detaillierter als bisher aufgelistet. Beispielsweise, dass für Arbeiten bei Frostboden 25 Euro extra fällig werden - und auch Arbeiten am Wochenende sind bis zu 80 Euro teurer. Wohlgemerkt: All die genannten Summen gehen direkt an das Bestattungsunternehmen. Die Gemeinde bekommt lediglich die Grabgebühren (siehe Infokasten).

Und die bleiben unverändert. Weil Friedhof und Leichenhäuser zuletzt ein Jahresdefizit von rund 15000 Euro verursacht haben, gab Roswitha Sinz zu bedenken, ob die Gemeinde nicht die Gebühren erhöhen solle, «damit wir zumindest eine schwarze Null schreiben». Vor allem die Pflege des Friedhofs kostet die Gemeinde.

Diesem Vorschlag widersprach Schneider. Jetzt bereits hätten Angehörige an den Kosten zu knabbern. «Ich höre oft: Wir können es uns nicht mehr leisten», berichtete er - zumal zusätzlich zur eigentlichen Bestattung noch Folgekosten kämen. Ein Grab in Weiler muss mindestens 20 Jahre belegt und bezahlt werden.

Bei einer Erhöhung der Gebühren befürchtet Schneider eine Aufgabe von Grabstellen und eine noch stärkere Ausdünnung des Gottesackers, der früher 1000 Gräbern Platz geboten hatte. Nun sind es weniger.

Auch Gemeinderat Xaver Fink riet von einer Erhöhung ab. Der Unterhalt des Friedhofs sei eine gemeindliche Pflichtaufgabe - und da habe man bei allen immer ein Defizit auszugleichen, befand er.

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