Landwirtschaft
Baugesetzbuch - Bundesregierung reagiert auf Vorstoß aus dem Landkreis Lindau

Etliche Landwirte werden sich freuen: Das Bauen im Außenbereich soll erleichtert werden. Damit reagiert die Bundesregierung auf einen Vorstoß aus dem Landkreis Lindau, dem sich die Landräte im Allgäu und Oberschwaben angeschlossen hatten. Nach geltendem Baurecht sind Ersatzbauten für ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude nicht möglich. Das Ergebnis: gerade im Allgäu und in Oberschwaben prägen immer mehr verfallene Anwesen das Landschaftsbild. Dies soll sich ändern, denn in einem Entwurf zur Novellierung des Baugesetzbuches wurde ein Vorschlag aus dem Westallgäu berücksichtigt.

Im Dezember letzten Jahres hatten sich auf Initiative von Landrat Elmar Stegmann, Bürgermeister Anton Wolf sowie des Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter die schwäbischen Landräte und der Oberbürgermeister der Stadt Kempten in einem gemeinsamen Schreiben an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten gewandt. Ihre Anregungen wurden jetzt berücksichtigt, wie das Landratsamt berichtet.

Demnach sollen nicht nur Nutzungsänderungen, sondern auch Ersatzbauten unter ansonsten gleichen Voraussetzungen (maximal gleiche Größe, Anlehnung an die bisherige Gestalt, höchstens zusätzlich drei Wohnungen) zulässig werden. 'Diese Lösung erscheint uns trotz des grundsätzlich zu schützenden Außenbereichs vertretbar.

Es werden keine Flächen zusätzlich versiegelt,' so Landrat Elmar Stegmann. Auch das Landschaftsbild werde dadurch nicht beeinträchtigt, da sich der Betrachter an die Lage gewöhnt hat. Im Gegenteil: Das Landschaftsbild werde in vielen Fällen eine Aufwertung erfahren, da viele der betroffenen Gebäude baufällig seien.

Landrat Elmar Stegmann hatte sich zudem für eine erleichterte Zulassung von Ersatzbauten für Wohngebäude im Außenbereich sowie eine einfachere Zulassung von Erweiterungen für Schulen, Turnhallen und Altenheimen ohne Bebauungsplan im Innenbereich eingesetzt.

Diese Vorschläge sind im aktuellen Entwurf zur Änderung des Baugesetzbuches noch nicht enthalten. Stegmann hat sich deshalb nochmals an Staatssekretär Dr. Müller gewandt, mit der Bitte, sich auch für diese Änderungen einzusetzen.

Der Gesetzesentwurf muss noch verschiedene Gremien und Instanzen durchlaufen. Ein genauer Zeitpunkt für das Inkrafttreten steht deshalb noch nicht fest, wie das Landratsamt mitteilt.

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