Kriminalität
Bankräuber (54) in Heimenkirch festgenommen: Strafrechtsexperte beurteilt sein Vorgehen

Hat er seine Überfälle besonders gut vorbereitet oder hatte er neun Jahre lang einfach nur Glück? Die Frage stellt sich, nachdem die Polizei am Montag in Heimenkirch einen Bankräuber festgenommen hat, der seit 2008 vor allem die Ermittler in Österreich auf Trab gehalten hat.

Klaus Schwaighofer, Strafrechtsexperte an der Universität Innsbruck, geht davon aus, dass der 54-jährige Tiroler – salopp formuliert – mehr Glück als Verstand hatte. Drei Überfälle im Westallgäu hat der Tiroler gestanden. Zu dem Vorwurf, weitere elf Banken in Vorarlberg überfallen zu haben, äußert er sich nach wie vor nicht. Der Festgenommene kommt aus dem Bezirk Landeck – 150 Kilometer vom Westallgäu entfernt. Mit dem Auto ist er zu den Überfällen in Opfenbach und Heimenkirch gefahren. Der Tiroler sitzt in der Justizvollzugsanstalt Kempten in Untersuchungshaft. Polizeibeamte aus Vorarlberg wollen ihn dort in der kommenden Woche vernehmen. Vor Ende nächster Woche sei aber mit keinen konkreten Ergebnissen zu rechnen, sagt der Vorarlberger Polizeisprecher Horst Spitzhofer.

Neun Jahre lang trieb der Räuber sein Unwesen. Nicht zuletzt durch seine Postkarten an Ermittler, in denen er weitere Überfälle ankündigte, sorgte er für Aufsehen. Für Klaus Schwaighofer ist das eine außergewöhnliche Vorgehensweise. An sich sei es 'nicht vernünftig, solche Meldungen abzugeben, weil man durch jede Postkarte, jede Information zusätzliche Spuren legt und damit die Ausforschung etwas erleichtert', erklärte er gegenüber dem ORF. Gerade deswegen wundert sich Schwaighofer, dass der Serientäter derart lang nicht gefasst wurde.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe des Westallgäuers vom 09.09.2017.

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Autor:

Peter Mittermeier aus Kempten

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