Benefizkonzert
Ave Maria mit der Marching Bone

Zugunsten der Sing- und Musikschule Westallgäu hat deren Förderverein ein außergewöhnliches Konzert in der Pfarrkirche Heimenkirch organisiert. Posaunist der SWR-Bigband und Egerländer-Leiter Ernst Hutter spielte auf sechs verschiedenen Blasinstrumenten, begleitet wurde er an der Orgel von Kirchenmusiker Andreas Schweizer. Die vielen Besucher spendeten im Stehen Applaus für deren großartiges Spiel. Als Reinerlös des Konzertes kamen 2500 Euro zusammen.

Ernst Hutter begrüßte die Gäste mit einem wohlklingenden Euphonium-Solo, das das Konzert bereits symbolisch vorwegnahm: 'A Quiet Walk', ein ruhiger Spaziergang durch vier Jahrhunderte kirchenmusikalische Geschichte, ein meditativer Hörgenuss mit Altposaune, Marchingbone, Tenorposaune, Tenorhorn, Jazzposaune und eben jenem Euphonium, was aus dem Griechischen kommt und 'wohlklingend' bedeutet.

Einer der Höhepunkte des aus acht Werken bestehenden Programms war das berührende 'Ave Maria' (Bach/ Gounod). Der klare, warme Ton der Marchingbone schien wie geschaffen, die Töne zum Himmel zu tragen, unterstützt vom erdenden Klang der begleitenden Orgel.

Im Kontrast zur Harmonie dieses romantischen Werks stand die anschließende 'Sinfonia Sacra' von Bernhard Krol, einem Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit großen Sprüngen in Höhe und Tiefe, mit schnellen Läufen und interessanten Dissonanzen interpretierte der Komponist das Thema 'Jesu meine Freude' und stellte musikalisch nicht nur die Interpreten vor eine Herausforderung.

Anspruchsvolle Melodieläufe

Eine gewaltige, die Räume sprengende 'Toccata' auf der Orgel bewegte die Gäste, während Vivaldis Sonate die Gemüter wieder beruhigte, auch wenn das temporeiche Allegro der Sonate Nr.1 in B-Dur mit anspruchsvollen Melodieläufen Konzentration einforderte.

Als Meister der Jazzposaune beendete Ernst Hutter das Konzert mit einem genialen 'Once in a While' von Michael Edwards. Kaum verklang ein Ton, schwebte schon der nächste in der Luft – nur um wiederum sofort gestoppt zu werden von einer röhrenden, Assoziationen an verrauchte Jazzkneipen weckenden Note.

Am Ende entschwebte die Melodie sanft, der Applaus brandete auf. Vier gemeinsame Werke und jeweils zwei Soli präsentierten die Musiker dem gebannten Publikum, das sich mit begeistertem Applaus bedankte.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen