Tourismus
An Weihnachten ausgebucht

Touristen, die kurz entschlossen die freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr in Oberreute verbringen wollen, sind zu spät dran: «Ich kann nichts mehr vermitteln. Wir sind ausgebucht», berichtete Gästeamtsleiterin Marina Löffler den Gemeinderäten.

Uneingeschränkt positiv ist diese Nachricht allerdings nicht, denn Heinrich Kretz ergänzte, dass der Trend zu einem kürzeren Aufenthalt unverkennbar sei: «Früher reisten die Gäste am 25. Dezember an und blieben bis Dreikönig, heute bleiben sie allenfalls vier oder fünf Tage».

Auch vor diesem Hintergrund investiert die Gemeinde in die Tourismuswerbung: «Wir stehen als Etappenort für die Wander-Trilogie bereit», unterstrich Bürgermeister Gerhard Olexiuk. Es fehle nach der Absage von Lindenberg allerdings noch immer ein Portalort.

Diese Aufgabe will Oberreute freilich nicht übernehmen: «Das ist eine reine Kostenfrage», so Olexiuk. 22000 Euro jährlich koste der Status als Portalort - bei einer Festlegung auf fünf Jahre. Immerhin 12000 Euro muss Oberreute als Etappenort bezahlen. Messbar sei der Erfolg einer solchen Investition nicht: «Ansonsten müssten wir jeden Gast fragen, warum er nach Oberreute gekommen ist», so der Rathauschef.

Festgelegt hat sich der Gemeinderat auf eine Erhöhung des Werbebudgets auf Westallgäuer Ebene. Ein Plus von 3300 Euro jährlich auf nun rund 14100 Euro wurde einstimmig beschlossen. Insgesamt sollen im Westallgäu im nächsten Jahr 71400 Euro gemeinsam ausgegeben werden.

Den Verteilerschlüssel hinterfragte Walter Schwärzler: «Wir bezahlen fast gleich viel wie Scheidegg. Doch deren Übernachtungszahlen liegen mit Sicherheit viel höher». Da gab ihm Marina Löffler Recht. Allerdings sei schon vor Jahren ein neuer Schlüssel festgelegt worden, der nicht allein auf Übernachtungszahlen basiere.

Entlastet werde die Gemeinde hinsichtlich des Prospektversands: Dieser erfolge künftig zentral, was die Erhöhung des Marketingetats relativiere: «Wir sparen Porto und Zeit», so Löffler. Zudem sei auf Westallgäuer Ebene ein gemeinsames Werben in Medien möglich, die für die Gemeinde allein zu teuer seien.

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