DAV
Alpenverein Sektion Weiler stand kurz vor der Auflösung

Die Sektion Weiler des Deutschen Alpenvereins (DAV) verzeichnet einen neuen Rekord: Um 50 auf 1271 ist die Zahl der Mitglieder innerhalb eines Jahres gestiegen. Die Aktionen des Vereins sind vielfältig und sprechen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen an. Und doch stand bei der Hauptversammlung im Kolpinghaus Weiler der Zusammenschluss mit einer benachbarten Sektion oder gar die Auflösung im Raum. Denn: Obgleich seit zwei Jahren ein Nachfolger für Klaus Schäfer als Vorsitzenden gesucht wurde, gab es bei den Neuwahlen keinen Vorschlag.

Und auch aus den Reihen den Versammlungsbesucher gab es keinen Bewerber. Deswegen erklärte sich Klaus Schäfer bereit, noch ein Jahr kommissarisch im Amt zu bleiben.

Seit 30 Jahren im Vorstand

Seit 30 Jahren gehört Schäfer zum Vorstand der DAV-Sektion, seit zehn Jahren ist er Vorsitzender. 'Zeit für einen Wechsel an der Spitze', befand er nach der letzten Wahl vor zwei Jahren. Doch trotz intensiver Suche und einem Anschreiben an alle Mitglieder: Eine Neuwahl eines Vorsitzenden konnte nicht stattfinden.

So bleibt Schäfer, der Satzung entsprechend, kommissarisch im Amt, bis eine Neuwahl stattfindet. Die Bereitschaft dazu sei aber nur für ein Jahr vorhanden, erklärte Schäfer.

Dass kein Nachfolger gefunden werden konnte, 'liegt mir im Magen', so Schäfer. Schließlich besitze die Sektion einen 'guten Ruf über das Westallgäu hinaus', habe eine 'gut laufende Jugend' und die Zusammenarbeit im Vorstand verlaufe ohne Probleme. Sein Weitermachen sei 'keine Lösung, nur eine Überbrückung', mahnte Schäfer.

Die vier anderen bei der Versammlung zu besetzenden Posten konnten problemlos besetzt werden. Schatzmeister Dietmar Bayer, Tourenwart Martin Rochelt, Naturschutzreferent Bernhard Maier und Jugendreferent Rainer Heim ließen sich jeweils für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigen.

Umfangreiches Angebot

Der Rückblick von Schriftführerin Sonja Rochelt sowie den Leitern der Familien- und Jugendgruppen spiegelte das umfangreiche Angebot der Sektion wider. So fanden neben Wanderungen und Mountainbike-Touren auch Ski-, Schneeschuh- und Kletter-Touren statt.

Ein besonderes Erlebnis sei das Übernachten auf der höchsten Hütte Europas auf über 4500 Metern im Monte-Rosa-Gebiet gewesen. Aber auch die erste Damenski-Tour und die Wanderung auf dem Meraner Höhenweg gehörten zu den Höhepunkten des Vereinsjahres.

Senioren besonders aktiv

Besonders aktiv sind die Senioren: Sie waren 26-mal unterwegs. Im Jugend-Bereich gibt es inzwischen Wartelisten, denn die Sektion hat nicht genug ausgebildete Jugendleiter. Von den 1271 Mitgliedern zählen 315 zu den Kindern und Jugendlichen.

Finanziell geht es der Sektion gut: Rund 27 700 Euro beträgt das Vermögen, das im Vorjahr um 2200 Euro gesteigert werden konnte. Größte Ausgabe-Posten waren die Fahrtkosten (3538 Euro), der Jugend-Bereich (3152 Euro) und die Fortbildung (1798 Euro). Vor allem durch Beiträge (10 923 Euro) und den Weihnachtsmarkt (4281 Euro) erwirtschaftet die Sektion ihr Geld.

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