Buenissimo
Achte Auflage der Dinner-Variete-Show feiert Premiere in Oberreute

Das Publikum kommt aus dem Staunen nicht heraus: Kopfüber steht Kay Leclerc an der Decke über der Bühne und jongliert mit drei Bällen. Ein Höhepunkt bei Buenissimo 2012. Gut 500 Besucher haben die drei ersten Vorstellungen der Dinner-Variete-Show von Elmar Kretz im Oberreuter Adler-Saal gesehen. Bei der Premiere spenden sie freundlichen Beifall.

Buenissimo geht ins achte Jahr. Einiges ist wie immer. Der Adler-Festsaal ist in rote und weiße Tücher gehüllt, Kerzen sorgen für sanftes Licht, mehr als vier Stunden lang werden die Gäste prima unterhalten und es gibt ein viergängiges Menü, das den Zusatz 'Gourmet' verdient hat – Küchenchef Guido Klauß schwingt sich mit seiner Brigade zu neuen Höhen auf. Doch Buenissimo ist auch anders als in der Vergangenheit. Zu sehen gibt es weniger spektakuläre Zirkusnummern, die Show hat weniger Tempo, sie ist dafür mehr Variete als in den Jahren zuvor.

Dabei spielen zwei eine tragende Rolle. Einer ist Jimmy Folco. Zum vierten Mal ist der Spaßmacher in Oberreute. Jedes Mal hat er etwas anderes zu bieten gehabt. Auch diesmal wieder. Egal, ob er sich mit einem Gast mit der Spritzpistole duelliert, beim Servieren den Korken mit der Bohrmaschine zieht, oder zu orientalischen Klängen mit vier Gästen über die Bühne zieht – der Auftritt hat Klasse. Ihm zur Seite steht David Paschke (alias Panschke) als komischer Oberkellner und Saalaufseher. Durch Fingerfertigkeit und die Kunst der Magie zeichnet er sich aus.

Ein Hauch von Poesie

Es gibt Momente, in denen ein Raunen durchs Publikum geht. Kay Leclerc sorgt dafür. Minutenlang wandelt er kopfüber an der Decke im Adler, putzt die Schuhe, schenkt sich ein Glas Wasser ein. Keine Schiene, keine Seile halten ihn – sind’s Magnete? Im Publikum wird lange gerätselt. Der Kanadier mit Wohnsitz in der Schweiz steht noch ein zweites Mal auf der Bühne – als aufgeblasen dicker Sänger Kairuso. Mal lässt er sich in die Höhe ziehen, mal dreht er sich blitzschnell auf seiner Seite, mal lässt er, eine Rose in der Hand, seine Stimme erklingen – es sind heitere Momente mit einem Hauch von Poesie.

Auch wenn die Artisten nicht die gleiche Rolle früherer Jahre haben – Buenissimo geht nicht ohne sie. Sergej Prostetsov steht ganz am Anfang der Show. Mr. Dalmatin ist schon im Zirkus Krone und dem Festival in Monte Carlo aufgetreten. Bei der Buenissimo-Premiere gibt er freilich nur einen kurzen Eindruck seines Könnens. Der Russe führt die Tiere durch seine Beine, lässt sie auf den Hinterbeinen laufen – zu wenig, um nachhaltgen Eindruck zu hinterlassen.

Das gelingt schon eher Dszera Kunikova – wenn sie sich an den Tuchstrapaten aus der Höhe fallen lässt, stockt dem einen oder anderen der Atem – und Kathrina Graholskaja. Die Lettin ist erst in der Höhe am Trapez dann am Boden zu sehen. Kontorsion nennt sich ihr Genre – scheinbar mühelos biegt sie im Handstand die Beine hinter den Kopf, winkt dabei auch noch mit den Füßen ins Publikum.

Auch bei ihr kommt der eine oder anderen Besucher aus dem Staunen nicht heraus. (pem)

Restkarten gibt es noch für die Veranstaltung am Freitag, 3. Februar.

Informationen im Internet:

www.buenissimo&;ndash;show.de

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