Porträt
44-jähriger Weilerer Markus Wand veröffentlicht seinen ersten Roman

Markus Wand ist ein leidenschaftlicher Schreiber. Der 44-jährige Weilerer teilt gerne mit, was ihn berührt, was ihn neugierig macht und was seine Phantasie an Bildern und Geschichten kreiert. Bekannt ist Wand unter anderem als Teilnehmer an Poetry-Slams. Jetzt erschien sein erster Roman. Den Thriller «Poseidon. Der Tod ist cool» gibt es als Hörbuch beim Actionverlag.

Beruflich ist Markus Wand im Personalmanagement tätig. << Die Arbeit macht mir Spaß. Aber ich würde es nicht vermissen. >> Nicht schreiben zu können dagegen ist für ihn undenkbar. << Das tue ich teilweise auch, um Dinge zu verarbeiten, die ich erlebt habe und erdulden musste. >>

Außerdem erzeugt er gerne mit seinen Erzählungen Spannung beim Leser - und lässt ihn gleichzeitig über den eigenen Tellerrand blicken.

Es hat viele Jahre gedauert, bis jetzt sein erstes Buch erschienen ist. Viel Zeit und Energie hat der Autor in die umfangreiche Recherche und ins Schreiben hineingesteckt. << Poseidon. Der Tod ist cool >> entstand in seiner ersten Fassung bereits in den Jahren 2003 und 2004.

Drei- bis viermal pro Woche hat sich Wand damals hingesetzt. Nach 50 Seiten kam die erste Krise. << Ich wusste nicht genau, wo ich hinwill >>, erinnert er sich.

Als er das fertige Manuskript mit einem Coach überarbeiten wollte, klappte das nicht. << Ich war vielleicht nicht reif dafür, etwas anzunehmen. >>

Rückblickend weiß Markus Wand, wie wichtig ein guter Schreiblehrer ist. Einer der klar sagt, was gut ist und was schlecht. Einen solchen fand er ein paar Jahre später in Rainer Wekwerth. Bei ihm absolvierte er einen Schreibkurs, um nach einiger Zeit Abstand Anfang 2009 seinen 300-seitigen Thriller komplett neu zu schreiben.

In Chargen von 25 Seiten schickte Wand sein überarbeitetes Manuskript an Wekwerth. Der wiederum antwortete mit << knallharten Bewertungen >> - die nach Ansicht des Weilerers notwendig waren. Denn: << Früher habe ich geschrieben, wie mir der Schnabel gewachsen ist. >>

Inzwischen betrachtet Markus Wand, der mit großer Lust üppige Bilder in seinem Roman malt, sein eigenes Schreiben kritisch. Er spricht von << dieser unglaublichen Sprachgewalt >> in << Poseidon >> und davon, dass er lernen musste, sie abzulegen. << Damals habe ich einen Exzess der Sprachbilder gepflegt. >>Das neue Werk, an dem er derzeit arbeitet, sei etwas biederer. << Und das ist gut so. >> Er zieht einen anschaulichen Vergleich: << Ich mag Schlagsahne. Aber wenn ich immer Sahne esse, wird mir ja auch schlecht davon. >>

<< Unsterblich >> heißt Markus Wands neues Buch. Wieder ist es eine phantastische Geschichte, die sich über eine Zeitspanne von 2000 Jahren erstreckt und ihren Ausgangspunkt in der Kreuzigung Jesu hat, wie sie im Neuen Testament geschildert ist. Zwischen Thriller, Mystery und Fantasy sei sie angesiedelt, sagt Wand. Viele philosophische, spirituelle Ansätze fließen in die Geschichte ein.

Eigene Botschaften verarbeitet Markus Wand eher in seinem lyrischen Schaffen. In Slam-Texte lasse er viel mehr Herzblut einfließen. Was beim Vortrag nicht zu verbergen ist. << Manchmal bin ich kurz davor, Rotz und Wasser zu heulen. >>

<< Poseidon. Der Tod ist cool >> von Markus Wand ist erschienen im Actionverlag Lettau + Nolte, Spieldauer 5 Stunden 50 Minuten, erhältlich im Internet, Preis: 9,95 Euro.

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