Eurobike
2000 Journalisten und Fachhändler testen Neuheiten in Ratzenried

364 Tage im Jahr ist Ratzenried ein 1200 Einwohner zählender Ortsteil von Argenbühl, idyllisch im württembergischen Allgäu gelegen und allenfalls vom «sanften Tourismus» berührt. Einmal im Jahr aber strömen Tausende Besucher hierher und machen das Dorf zum Mittelpunkt der Fahrradwelt. Gestern war es wieder soweit: Der «Demo-Day» der Fachmesse «Eurobike» fand zum fünften Mal in Ratzenried statt. Allein 608 Journalisten aus aller Welt kamen und viele davon berichteten dank Internet mehr oder weniger live, was die Fahrradwelt Neues zu bieten hat. Hinzu kamen rund 1840 Fachhändler, die sich ebenfalls vor Ort über die Neuigkeiten der Branche informierten.

Für Klaus Wellmann, den Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen, steht fest: << Wir erleben hier den Auftakt der weltweit wichtigsten Messe rund ums Fahrrad >>. Dass es gelinge, sich gegen Standorte wie Las Vegas oder Taipeh durchzusetzen, liege auch am besonderen Ambiente des << Demo-Day >>. Hier können Journalisten und Fachhändler die neuesten Rennräder oder Mountainbikes genau dort ausprobieren, wo sie auch gefahren werden: Im Gelände, im Wald und auf kurvigen Nebenstraßen.

Auf der Suche nach dem geeigneten Standort stießen die Verantwortlichen der Messegesellschaft vor vier Jahren auf Ratzenried: Über << Google Earth >> entdeckten sie, dass der kleine Ort alles bot, was wichtig war, darunter eine Halle und einen freien Platz für die inzwischen 120 Aussteller. << Alle relevanten Hersteller sind hier >>, stellte Wellmann denn auch fest.

Und diese zeigen die neuesten Trends: E-Bikes mit Automatikgetriebe ebenso wie alle Varianten sportlicher Räder.

Für den reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung arbeiteten im Hintergrund nicht nur die Angestellten der Messe Friedrichshafen - auch 100 Ratzenrieder waren aktiv. TSV-Vorsitzender Gerhard Krebs und sein Team waren seit zwei Monaten im Einsatz, um die verschiedenen Wünsche der Aussteller zu erfüllen. << Im Vorjahr hatte eine Firma ein Spanferkel geordert, diesmal wollte sie dann doch 300 Würste >>, so Krebs. Das klappte ebenso wie die kurzfristig bestellten 100 belegten Semmel eines anderen Ausstellers. << Es ist anstrengend, macht aber riesigen Spaß >>, so Krebs, der selbst in der Radgruppe des TSV aktiv ist. Testrunden mit den Rad-Neuheiten konnte er nicht drehen: << Dazu ist heute keine Zeit >>.

Gästeamtsleiter Bernd Reck strahlte angesichts des perfekten Wetters: << So werden wir das Westallgäu in den nächsten Monaten in vielen Fachmagazinen sehen >>. Die Werbewirksamkeit steht für ihn außer Frage. Und zahlreiche Aussteller und Journalisten haben bei Vermietern im Ort bereits für die gesamte Zeit der Messe reserviert.

Ganz ohne Unfälle lief das Spektakel nicht ab: Das Rote Kreuz musste bei kleineren Stürzen aktiv werden.

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