Unfall
Niederstaufener Mountainbikerin bricht sich beim Rodeln den zehnten Brustwirbel

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Ihren 19. Geburtstag wird Mountainbikerin Johanna Techt wohl nie vergessen. Am Samstag brach sich die Nationalmannschaftsfahrerin aus Niederstaufen (Westallgäu) bei einem schlimmen Rodelunfall am Pfänder den zehnten Brustwirbel und wurde in einer Klinik in Ravensburg notoperiert. Nach Einschätzung der Ärzte entging sie bei dem Sturz nur knapp einer Querschnittslähmung. 'Noch größere Schäden konnten aufgrund vieler Helfer, die zum Glück sehr schnell vor Ort waren, verhindert werden', teilte Thomas Wickles, Manager des 'Ghost Racing Team' mit, für das Johanna Techt seit gut einem Jahr startet.

Zu den umsichtigen Helfern gehörte auch ihr Bruder Marcel (16). Zusammen mit ihm und drei Freunden war die Fachoberschülerin zum Rodelausflug aufgebrochen. Gegen 15 Uhr stürzte sie bei Tempo 40 kurz vor dem Ende der Piste an einer eisigen Kante und blieb regungslos auf dem Bauch im Schnee liegen.

'Mein Rücken ist eiskalt', sagte sie zu ihren Begleitern, wie sich ihr Bruder erinnert.

Am Montag weitere Operation

Die jungen Leute taten das Richtige: Sie bewegten die Verletzte nicht, sondern deckten sie zu und riefen sofort den Notruf. Die Sanitäter brachten Johanna Techt in die Klinik.

Nach Stunden des Bangens und einer Not-OP sorgten die Ärzte mit ihrer Heilungsprognose für Erleichterung bei der Verletzten und ihren Angehörigen: Sie sind zuversichtlich, dass 'Jojo', wie die Mountainbikerin von Freunden genannt wird, vollständig genesen wird. Allerdings muss sie am Montag ein weiteres Mal unters Messer.

Den anfänglichen Schock hat die fröhliche Sportlerin überwunden, wie ein Eintrag auf ihrer 'Facebook'-Seite zeigt: 'Die erste OP ist gut verlaufen – Schrauben sitzen richtig, Schläuche sind draußen, und wenn ich Glück habe, darf ich bald aufstehen.'

Den Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in London muss Johanna Techt zwar begraben, doch das ist derzeit nur Nebensache. 'Sie hatte Riesenglück im Unglück', sagt ihr Bruder Marcel.

Als Kind hatte sich Johanna Techt schon einmal einen Wirbel gebrochen, als sie beim Weitsprung unglücklich gelandet war. Daraufhin hörte sie mit der Leichtathletik auf. Mit 14 begann sie schließlich mit dem Mountainbiken. Bereits in ihrem zweiten Rennen wurde sie bayerische Meisterin.

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