Mountainbike
Johanna Techt aus Lindau kämpft immer noch mit den Folgen ihres Rodelunfalls

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Gestern fuhr sie mit ihrer Teamkollegin Mona Eiberweiser mit dem Zug nach Freiburg zur Zusammenkunft mit den restlichen Mitgliedern des Ghost Racing Team und von dort aus ging es gemeinsam weiter zum Weltcup nach La Bresse (Frankreich): Johanna Techt (19) ist mittendrin im Mountainbike-Rennzirkus – und doch nicht so richtig dabei. Der zehnfachen bayerischen Meisterin aus Lindau bleibt nur die Zuschauerrolle. Sie hat immer noch die Folgen des Rodelunfalles zu verkraften, den sie an ihrem 19. Geburtstag Anfang Februar am Pfänder erlitt und bei sie sich den zehnten Brustwirbel gebrochen hatte.

Drei Wochen lang lag die Schülerin im Krankenhaus, ebenso lange dauerte die Reha in Schwangau. 'Es geht mir noch Woche zu Woche wirklich besser. Ich habe hin und wieder noch Schmerzen beim Atmen, da die zweite Operation, bei der die Luft aus dem rechten Lungenflügel ausgelassen werden musste, meinen Körper ziemlich mitgenommen hat', erzählt Johanna Techt. 'Zu Beginn konnte ich nicht sehr lange stehen und verbrachte insgesamt viel Zeit im Liegen. Die Muskulatur am Rücken war einfach zu schwach, bücken durfte ich mich erst nach sechs Wochen wieder.'

Mittlerweile kann sie auf dem Rad wieder Runden drehen

Doch die 19-Jährige vom TSV Niederstaufen gibt sich kämpferisch. Sie freut sich über jeden kleinen Schritt der Genesung, über jeden Tag, an dem es besser geht. Mittlerweile kann sie sogar wieder auf dem Mountainbike sitzen und ein paar lockere Runden drehen.

An ein Comeback ist für die zweifache deutsche Meisterin, die bis zu ihrer Verletzung sogar als Anwärterin für einen Start bei den Olympischen Spielen in London gegolten hatte, aber derzeit nicht zu denken. 'Am Anfang konnte mir keiner genau sagen, ob ich wirklich wieder in dieser Form mountainbiken werde können. Das hat mich natürlich fertig gemacht', erinnert sich Johanna Techt.

Umso glücklicher ist sie, dass die beiden notwendigen Operationen gut verlaufen sind.

Zwei Monate nach der letzten OP ging es für die Mountainbikerin, die durch ihren Bruder Marcel zu ihrem Sport gebracht worden ist, zur dreiwöchigen Reha ins Ostallgäu. In Füssen hatte die 19-Jährige täglich Anwendungen wie Gymnastik, Massagen, Nordic Walking und Krankengymnastik.

Dass sie immer noch nicht richtig trainieren kann, tut ihrem Optimismus keinen Abbruch. 'Ich komm’ eigentlich im Moment recht gut damit klar, dass ich eben noch für eine Weile nur auf der Straße unterwegs sein kann. Ich freue mich, wenigstens als Zuschauern dabei sein zu können', sagt sie.

Die Zuschauerrolle bleibt Johanna Techt auch in der Schule: Die demnächst anstehenden Abiturprüfungen an der Fachoberschule kann wegen ihrer langen Verletzungspause nicht wie geplant mitschreiben. Doch auch diese Hürde wird sie überwinden – es wäre schließlich nicht ihre erste.

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