Eishockey
EV Lindau verliert gegen Geretsried

Einen herben Rückschlag mussten die EV Lindau Islanders in der Qualifikationsrunde zur Oberliga Süd hinnehmen. Beim ESC Geretsried unterlagen die Lindauer mit 3:6 (0.2, 3:2, 0:2).

Vor allem im ersten und im letzten Drittel kam der Auftritt der Islanders einer Arbeitsverweigerung, gleich. Blutleer, Zweikampfschwach und ohne Laufbereitschaft überließen die Islanders dem Achten der Bayernliga die Initiative, die dieser gerne ergriff. 'Man hat schon in den ersten fünf Minuten gesehen, dass das nichts wird. Das hatte nicht mal Bayernliga- Niveau', sagte der zweite Vorsitzende des EVL, Michale Messmer.

Da konnte auch nicht als Entschuldigung herhalten, dass mit Tobias Fuchs, Kai Laux, Sascha Paul und Adrian Kirsch gleich vier Mann ausfielen. Geretsried trat hochmotiviert und mit viel Spielfreude an, nutzte dazu die reichlich vorhandenen Fehlpässe und Scheibenverluste der Lindauer. Diese verloren zum Beispiel in der 15. Minute den Puck hinter der eigenen Linie und gingen durch Daniel Merls Schuss in den Winkel mit 1:0 in Führung. Drei Minuten später hätte Zdenek Cech ausgleichen müssen, brachte aber das Kunststück fertig, am leeren Tor vorbei zu schießen.

Zur miserablen Lindauer Einstellung gehörte noch das Produzieren von überflüssigen Strafzeiten. 19 Sekunden vor der Pause nutzte dies Ondrej Horvath, der in Überzahl ungehindert durch die Reihen der Gste spazieren durfte.

Die kamen zwar mit Wut aus der Kabine, machten dann endlich Druck und konnten auch schnell durch einen Bauerntrick von Jeff Smith den Anschluss erzielen (23.). Aber nur eine Minute später fand sich niemand für einen Abpraller vor dem Lindauer Tor zuständig, den Maximilian Hüsken zum 3:1 einschoss.

In der Folge drückten die Lindauer weiter auf das Tempo und bedrängten das Tor des guten ESC Keepers Martin Morczinietz mit Macht. Aber auch dabei zeigten sie wenig Oberliga- Reife und rannten dem Gegner ins offene Messer. Gleich vier Mann liefen nach 35 Minuten blindlings ins gegnerische Drittel und verloren die Scheibe, so dass der Gegner mit drei gegen einen Kontern und erneut durch Horvath das 4:1 erzielen konnte.

Dennoch schien die Partie damit noch immer nicht entschieden zu sein, denn die Antwort der Islanders war stark. Gleich zweimal schlugen sie nur eine Minute später in Unterzahl zu. Zunächst brachte Miroslav Jenka nach starker Vorarbeit von Florian Lüsch den Puck zum 4:2 im Tor unter und nur 27 Sekunden danach war es Jeff Smith, der sogar verkürzen konnte. Lüsch hatte sogar noch die Ausgleichsschance auf dem Schläger, die aber David Albanese vereitelte, der nach dem 4:3 für Morczinietz eingewechselt wurde.

Die Gäste hatten den Moment auf ihrer Seite - machten aber gar nichts draus. Statt im Schlussabschnitt nachzusetzen spielten die Islanders wieder das Alibi- Eishockey des ersten Drittels und wurden vom Bayernligisten dann noch abgeschossen.

Sieben Minuten vor Schluss verloren die Lindauer wieder einmal die Scheibe hinter dem eigenen Tor, weil der Gegner engagierter war und kassierten durch Horvaths dritten Treffer das 5:3, nur zwei Minuten später durften dann auch die River Rats durch Vladimir Zvonik ein Tor in Unterzahl erzielen. Den abstiegsreifen Auftritt der Islanders rundete dann Jenka ab, der sich die Peinlichkeit eines versuchten Stockstichs leistete, der zurecht eine Disziplinarstrafe nach sich zog.

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