Eishockey
EV Lindau Islanders gehen als Dritter in die Play-Offs gegen Landsberg

Mit einem Sieg haben die EV Lindau Islanders die Gruppenphase der Oberliga Süd Qualifikation beendet. Nach dem hart umkämpften 5:4 (1:1, 2:1, 1:2, 0:0) nach Penaltyschießen gegen den TEV Miesbach konnten sich die Lindauer Platz Drei sichern und treten nun gegen den HC Landsberg an.

Nach der Niederlage in Höchstadt am Freitag mussten die Islanders auf einen Ausrutscher des TSV Peißenberg hoffen, um noch das Heimrecht zu ergattern. Den gab es allerdings nicht. Die Eishackler gewannen daheim gegen den EV Füssen mit 5:3.

Zeitgleich lief es auch in der Lindauer Eissportarena für die Islanders alles andere als nach Plan: Bereits nach 36 Sekunden schlug die Scheibe zum ersten Mal ins Tor von EVL-Goalie David Zabolotny ein, Jeff Smith (8.) und Mlynek brachten die Gastgeber vor 540 Zuschauern zwar wieder in Führung, aber Miesbach konnte auch nach den weiteren Treffern von Mlynek (29.) und Sascha Paul noch dreimal ausgleichen.

Nach der torlosen Verlängerung waren dann aber Zdenek Cech und Andreas Farny, die ihre Penaltys verwandelten, während Zabolotny hielt hier seinen Kasten sauber hielt.

Ab Freitag müssen die Lindauer nun gegen den HC Landsberg um einen Platz in der Oberliga Süd kämpfen. Die Lechstädter knüpften auch in der Verzahnungsrunde an ihre glänzende Saison (Dritter der Bayernliga) an und klopfen nun als Zweiter der Gruppe B mit Vehemenz ans Tor zur dritten Liga.

Von den Strukturen her hat sich der 2008 gegründete Nachfolgeverein des ehemaligen Zweitligisten EV Landsberg in den letzten Jahren auch durch eine hervorragende Nachwuchsarbeit beispielhaft entwickelt. Die Zuschauer- Resonanz spricht ebenfalls für den Hunger der Fans nach mehr. Der Schnitt von über 800 aus der Bayernliga Vorrunde konnte nun auf 1055 in der Verzahnung gesteigert werden. Das Nachbarschaftsduell mit den Islanders dürfte die Zahlen noch weiter nach oben schnellen lassen.

Da der HCL mit Heimrecht in die Best- of- Seven Serie startet (vier Siege sind zum Weiterkommen und damit dem Platz in der Oberliga nötig), werden die Islanders ihre maximal drei Heimspiele jeweils am Fanfreundlichen Sonntag (18 Uhr) austragen. Um den Klassenerhalt zu schaffen werden die Lindauer aber mindestens einmal auch am Hungerbachweg gewinnen müssen. Dies zeigt, wie extrem schwer die Aufgabe für den EVL werden wird.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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