Eishockey
Erster Dreier in der Qualifikation für die EV Lindau Islanders

Nach drei Spielen, die in die Verlängerung gingen haben die EV Lindau Islanders erstmals in
der Qualifikationsrunde drei Punkte geholt. Beim TEV Miesbach siegten die Islanders mit 5:0 (4:0, 0:0, 1:0). Torhüter David Zabolotny konnte damit seinen ersten Shut Out feiern.

Diesen verdiente sich der Lindauer Goalie vor allem im zweiten Drittel, in dem es die Islanders nach einem starken ersten Abschnitt doch allzu sehr schleifen ließen. 'Gegen einen Gegner mit mehr Selbstvertrauen und Qualität im Abschluss hätten wir sicher zwei bis drei Gegentore kassiert', sagte EVL-Trainer Alex Jäger trotz des am Ende deutlichen Sieges.

Der Verlauf zeigt, dass die Islanders zwar auf dem richtigen Weg sind, aber noch lange nicht über dem Berg. Was im zweiten Drittel fehlte, hatten sie nämlich in den ersten zwanzig Minuten deutlich gezeigt. Laufstärke, Tempo, Zug zum Tor im gegnerischen und konsequente Abwehrarbeit im eigenen Drittel.

Zwar kam der TEV Miesbach, der nach drei Auftakt-Niederlagen die Partie schon zum Endspiel um den Klassenerhalt ausrief, in den ersten 61 Sekunden des Spiels gleich dreimal zum Abschluss. Dann aber zogen die Islanders mit einer erstaunlichen Effizienz dem Gegner den Zahn. In der 3. Minute wurde den Gästen eine erste Strafe zugesprochen, die diese schon nach 19 Sekunden nutzen. Simon Klinger verwertete dabei einen Querpass von Michal Mlynek zum 0:1. Nur drei Minuten später legten die Lindauer bereits nach, erneut in Überzahl. Den Schuss von Andreas Farny konnte TEV-Torhüter Anian Geratsdorfer zwar zur Seite abwehren, dort stand aber Tim Brunnhuber, der aus spitzem Winkel traf. Zwei Tore mit den ersten drei Torschüssen – besser konnte das Spiel gar nicht für die Lindauer beginnen.

Im Anschluss daran dominierte der EVL die sichtlich angeknockten Gastgeber, die nach 12 Minuten ihre beste Chance hatten, als Ben Warda allein auf Zabolotny zulaufen konnte, der aber stark klärte. Nur wenig später scheiterte Peter Kathan in Überzahl knapp, mehr ließen die Lindauer dann nicht mehr zu. Im Gegenteil, kurz nach Ablauf der Strafe schickte Sebastian Koberger Sascha Paul auf die Reise, der sich trotz Bedrängnis durchsetzte über links durchsetzte, Geratsdorfer vernaschte und zum 0:3 einschob (15.). Paul war es dann auch, der eine Minute vor der Pause einen Direktschuss von Martin Wenter sogar zum 0:4 ins gegnerische Tor abfälschte. Einmal hatten die Islanders noch Glück, als Kathan Sekunden vor der Sirene in Überzahl nur den Pfosten traf.

Nach der kleinen 'Auszeit' im zweiten Drittel waren die Islanders im Schlussabschnitt dann wieder präsenter. Hier hatte EVL-Kapitän Philipp Haug zwei spektakuläre Szenen. Zunächst schoss er mit einem hammerharten Schlagschuss die Maske von Geratsdorfer kaputt, der seinem Ersatzmann Timon Ewert Platz machen musste, anschließend zeigte der Verteidiger seine Defensivqualitäten, als er im Hechtsprung gegen zwei Miesbacher Angreifer einen Konter unterbinden konnte. Eine Szene, die das Urteil von Jäger bestärkte. 'Wir haben das Spiel seriös zu Ende gebracht. Im letzten Drittel war wieder alles okay.'

Auch Offensiv tat sich wieder mehr. Jeff Smith scheiterte nach 33 Minuten mit einer guten Möglichkeit an Ewert, Andreas Farny 13 Minuten später am Pfosten. Das versäumte holte der Lindauer Stürmer dann aber zehn Minuten vor Feierabend nach, als sein Schlenzer von nahe der blauen Linie zum 0:5 Endstand im Tor landete.

Der souveräne Sieg verschafft den Islanders zunächst etwas Luft und ließ sie in der extrem engen Tabellenkonstellation der Gruppe A auf Platz zwei vorrücken. Am kommenden Wochenende geht es dann zweimal gegen den aktuellen Vierten ESC Geretsried.

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