Telefonbetrug
Senior in Lindau um hohe Geldsumme betrogen

Polizei (Symbolbild)

Die Kriminalpolizei Lindau ermittelt in zwei Fällen von Enkeltrickbetrügen. Einer davon verlief für die Täter erfolgreich, es entstand ein hoher Vermögensschaden.

In beiden Fällen meldete sich eine weibliche Person. Die Anruferin, von der die Geschädigten am Telefon zunächst nur Weinen und Schluchzen vernahmen, gab auf entsprechende Stichworte der Geschädigten hin an, eine gute Freundin bzw. eine nahe Verwandte zu sein und in einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein.

Nun drohe der aufgrund des Unfalls der Verlust des Führerscheins, zumal der Unfallgegner ein Rechtsanwalt sei. Dies könne aber durch Zahlung einer hohen Bargeldsumme zur Schadensregulierung abgewendet werden.

Während im ersten Fall am 12.08.2020 eine Kundin von ihrer Bankberaterin vor der Abhebung angesprochen und in der Folge ein Kontakt zur Polizei hergestellt wurde, hob ein Senior am Donnerstag einen fünfstelligen Betrag von seinem Konto ab und übergab das Geld wenig später an seiner Wohnungstür an einen unbekannten Abholer.

Obwohl die Fälle selten mit einer tatsächlichen Geldübergabe enden, so wurden im Jahr 2019 im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West 311 Fälle gemeldet. Davon waren 13 erfolgreich.
2020 verzeichnete das Präsidium im Zuständigkeitsbereich bereits etwa 80 Anrufe, hier waren mit diesem Fall vier davon von Erfolg gekrönt. Bislang entstand dabei ein Betrugsschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro.

Die Polizei rät zu folgenden Verhaltenshinweisen:

• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
• Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
• Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.
• Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
• Sprechen Sie bitte auch mit Ihren Angehörigen oder Nachbarn über das Phänomen!

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen