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Schleierfahndung
Polizei kontrolliert Fernbusse in Lindau

Die Polizei hat mehrere Verstöße in einem Fernbus festgestellt. (Symbolbild)
  • Die Polizei hat mehrere Verstöße in einem Fernbus festgestellt. (Symbolbild)
  • Foto: Camilla Schulz
  • hochgeladen von David Yeow

Am Osterwochenende hat die Polizei die wenigen wieder aufgenommenen Fernbusverbindungen nach Italien kontrolliert. Im ersten Bus von München nach Mailand am Samstagabend saßen sieben Fahrgäste. Im Rahmen der Schleierfahndung konnte die Polizei keine Verstöße feststellen. 

Mehrere Verstöße in zweiten Bus 

Beim zweiten Bus von Frankfurt nach Rom kurz nach Mitternacht allerdings gab es Auffälligkeiten: Kurz vor der Haltestelle in Bregenz überprüfte die Polizei die knapp 30 Fahrgäste. Zwei Reisende hatten mit anderen Personalien wiederholt Asyl in Deutschland gesucht. "Bei zurückliegenden und noch laufenden Verfahren der Deutschen Behörden leben die nun überführten Männer mit bereits abgeschlossenen Asylanerkennungen in Italien", so die Polizei. 

Erschleichen eines Aufenthaltstitels

Ein 26-jähriger Afghane muss ebenfalls mit einem Ermittlungsverfahren wegen Erschleichen eines Aufenthaltstitels und dem Verdacht des Betruges rechnen. Wie die Polizei mitteilt, verblieb der Mann in Deutschland. Seine vorgelegten Dokumente werden an die zuständige Ausländerbehörde übermittelt. 

Unerlaubte Einreise 

Ein 30-jähriger eritreischer Staatsangehöriger behauptete zunächst, dass er seine deutschen Dokumente nicht bei sich habe. Tatsächlich konnte die die Polizei die Dokumente aber bei einer Durchsuchung auffinden. Der Mann fuhr weiter nach Italien. Seine Dokumente gingen ebenfalls an die zuständige Ausländerbehörde.  Der 26-Jährige gab außerdem an, keinen Reisepass zu besitzen. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass er offenbar in Italien einen Reisepass seines Heimatlandes besitzt. Da er diesen nicht mit sich führte, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise gegen ihn eröffnet.

Ohne Visum 

Eine 26-jährige belarussische Staatsangehörige konnte kein gültiges Visum vorweisen. Unter anderem ihre Einreise nach Deutschland führte ebenfalls zu einer Anzeige nach dem Ausländerrecht. Wie die Polizei weiter mitteilt, konnte die Frau ihre Fahrt nach Italien fortsetzen.

"Fiktionsbescheinigung" 

Am Sonntagnachmittag kontrollierten die Beamten einen weiteren Fernreisebus, der von München nach Mailand fuhr. In Lindau zeigte ein 28-jähriger Somalier eine "Fiktionsbescheinigung" einer Ausländerbehörde. Mit diesem Dokument ist laut Polizei allerdings kein Grenzübertritt und somit die geplante Fahrt über die Anrainerstaaten nach Italien nicht gestattet. Der junge Mann musste daher den Ausreisebus verlassen. Über die beabsichtigte Fahrt nach Italien wird nun das zuständige Ausländeramt verständigt.

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