Starker Wind
Mehrere Surfer und Segler geraten am Bodensee in Seenot

Seenot-Einsatz in Lindau.
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  • Seenot-Einsatz in Lindau.
  • Foto: Davor Knappmeyer
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Am Freitag gerieten mehrere Surfer und Segler am Bodensee in Seenot. Zwei Männer kamen in Krankenhäuser, die anderen blieben unverletzt.

Surfer gerät bei Lindau in Seenot

Gegen 21:15 Uhr hatte eine Spaziergängerin einen 56-jährigen Wassersportler auf Höhe des Zecher Hafens, geschätzt mehrere hundert Meter vom Ufer entfernt, gesehen und die Polizei informiert. Der Mann versuchte, gegen den Wind anzukämpfen und das sichere Ufer zu erreichen. Weil die Frau den 56-Jährigen wegen der Strömung aus den Augen verlor, begannen die Rettungskräfte eine umfangreiche Suchaktion. Daran beteiligt waren die Wasserwacht, das BRK, die Feuerwehr und das THW in Zusammenarbeit mit den österreichischen Rettungskräften, der Polizei Lindau und der Seepolizei Hard.

Aufgrund der Wassertemperatur von gerade einmal neun Grad zu diesem Zeitpunkt, befand sich der Vermisste in einer lebensgefährlichen Situation. Auch ein eingesetzter Polizeihubschrauber konnte den Surfer zunächst nicht finden. Österreichische Rettungskräfte fanden den völlig erschöpften und unterkühlten Deutschen schließlich gegen 1:30 Uhr im Bereich des Strandbades Hard. Der 56-Jährige kam anschließend ins Krankenhaus Bregenz.

Segler kentern bei Nonnenhorn

Ein 31-jähriger Segler aus Ulm segelte am Freitagvormittag alleine mit seiner Segeljolle vor Nonnenhorn auf dem Bodensee. Eine Stunde nachdem eine Starkwindwarnung für den Ostteil des Bodensees ausgelöst wurde, kenterte der Segler etwa einen Kilometer seewärts des Nonnensteins im 15 Grad kalten Wasser. Der Mann machte laut Polizeiangaben durch Winken auf sich aufmerksam, eine Anwohnerin alarmierte daraufhin die Polizei.

Ein Fischer hatte die gekenterte Jolle in der Zwischenzeit ebenfalls entdeckt und blieb bis zum Eintreffen des Feuerwehrbootes aus Wasserburg beim verunglückten Segler. Das Segelboot wurde aufgerichtet und zum Trockenliegeplatz am Nonnenstein geschleppt.

Nahezu zeitgleich ging bei der Polizei Baden-Württemberg ein Notruf über ein gekentertes Segelboot zwischen Kressbronn und Nonnenhorn ein, woraufhin das Polizeiboot und das DLRG-Boot aus Langenargen zum vermeintlich zweiten Unfall geschickt wurden. Nach Rücksprache stellte sich dann jedoch heraus, dass es sich um denselben Vorfall handelte. Insgesamt waren fünf Einsatzboote der Feuerwehren Lindau und Wasserburg, der Wasserschutzpolizei Langenargen, der DLRG Langenargen und der Wasserwacht Lindau im Einsatz.

Der 31-Jährige kam mit Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus. Der Unfall wurde durch die Wasserschutzpolizei Lindau aufgenommen. Unfallursache war offensichtlich ein Fahrfehler in einer Böe, erklärt die Polizei in einer Mitteilung. Zum Unfallzeitpunkt herrschte ein kräftiger, ablandiger Nordostwind in einer Stärke von 5-6 Beaufort. Die Jolle wurde nicht beschädigt.

Zwei Einsätze am Freitagnachmittag

Aufgrund starker Windböen kam es am Nachmittag gegen 17:20 Uhr erneut zu einem Seenotfall auf dem Bodensee zwischen Nonnenhorn und Kressbronn. Ein Want (Stahldraht, das den Mast mit dem Deck verspannt) war an einer kleinen Jolle gerissen, woraufhin der Bootsführer das Großsegel einholen musste. Jetzt konnte er die Jolle nicht mehr manövrieren und kam nicht mehr zurück in den Hafen. Neben dem 54-jährigen Schiffsführer befand sich auch dessen 22-jährige Tochter an Bord. Beide blieben unverletzt.

Kurz vor Eintreffen der Einsatzboote wurde das Segelboot bereits von einem privaten Motorboot in Schlepp genommen und in den Hafen Nonnenhorn gebracht. An der Jolle entstand nur ein geringer Schaden, so die Polizei.

Auf dem Rückweg von diesem Einsatzort wurde das Boot der Wasserschutzpolizei gegen 17:55 Uhr zu einem weiteren Notfall auf Höhe Wasserburg gerufen. Ein Surfer war aufgrund der Windböen mehrfach gekentert und entkräftet. Ihm gelang es nicht mehr, zurück ans Ufer zu kommen. Ein Mitarbeiter der Surfschule brachte den Mann zurück ans Ufer, für die Polizei bestand kein Handlungsbedarf mehr.

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