Mit dem Bus zur Autoabholung?
Lindauer Bundespolizei stoppt mutmaßliche Diebe auf der A96

Haft (Symbolbild)
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  • Foto: Bundespolizei
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Am Montagabend hat die Bundespolizei auf der A96 zwei Georgier beim Versuch der unerlaubten Einreise aufgegriffen. Die Polizeibekannten wurden bereits von den deutschen Justizbehörden unter anderen Personalien gesucht.

Georgier hatten keinen Aufenthaltstitel und nannten kein konkretes Reiseziel

Lindauer Bundespolizisten kontrollierten am Grenzübergang Hörbranz zwei Georgier als Insassen eines Fernbusses aus Frankreich. Die beiden Männer waren angeblich beruflich unterwegs und sollten im Auftrag eines Dritten ein Auto in Düsseldorf abholen. Georgische Staatsbürger ohne Aufenthaltstitel sind jedoch nur zur Einreise und zu einem Kurzaufenthalt zu touristischen Zwecken befugt. Die Georgier konnten zudem verdächtigerweise keine konkreten Angaben zu ihrem Reiseziel sowie dem Fahrzeugverkäufer machen und widersprachen sich insbesondere hinsichtlich der Bezahlung des Autos. Eine größere Summe Bargeld oder Bankkarten führten die Busreisenden auch nicht mit.

Wegen Eigentumsdelikten bereits in U-Haft gesessen

Die Bundespolizisten stellten durch den Abgleich der Fingerabdrücke des 42-Jährigen fest, dass der Mann unter anderen Personalien von der Staatsanwaltschaft Oldenburg per Vollstreckungshaftbefehl gesucht wurde. Der wegen mehrfachen Eigentumsdelikten Polizeibekannte hatte bereits in Deutschland in Untersuchungshaft gesessen. Mit seiner Wiedereinreise muss der Gesuchte nun noch eine knapp dreimonatige Freiheitsstrafe wegen Diebstahls absitzen. Weiterhin wurde der Straftäter von der Staatsanwaltschaft Essen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs per Aufenthaltsermittlung gesucht.

Schengenweite Einreiseverweigerung

Bei seinem Begleiter schlug der Fahndungscomputer gleich mit vier Aufenthaltsermittlungen unter dessen Aliaspersonalien an. Der 49-Jährige wurde von den Staatsanwaltschaften Essen, Dortmund, Krefeld und Aurich wegen zum Teil schwerer Diebstahlsdelikte gesucht. Auch er hatte bereits einmal in Untersuchungshaft gesessen. Weiterhin war der Kaukase durch die polnischen Behörden schengenweit zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben. Der Mann gab letztlich zu, im Jahr 2019 aus Polen abgeschoben worden zu sein.

Die Bundespolizisten zeigten die beiden Georgier wegen versuchter unerlaubter Einreise an und lieferten den 42-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. Nach der Haftentlassung wird seine Rückführung ins Heimatland avisiert. Die Beamten wiesen den 49-Jährigen nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 100 Euro nach Österreich zurück.

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