Betrugsmasche
Erneute Enkeltrickanrufe in Lindau, Immenstadt und Marktoberdorf: Frau (77) übergibt 40.000 Euro

Am Mittwoch und Donnerstag ist es erneut zu einer Häufung von Enkeltrickanrufen und Anrufen von falschen Polizeibeamten gekommen. Ganz aktuell rufen Täter in Marktoberdorf an. Die Polizei gibt erneut Tipps und Hinweise.

Wie bereits berichtet wurden der Polizei im Raum Lindau am Mittwoch, den 08.03.2017 Bei diesen gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte aus und erklärten, zwei Einbrecher festgenommen zu haben.

Sie behaupteten zudem, einen Zettel gefunden zu haben, auf dem sich die Anschrift der angerufenen Person befinden würde.

Da noch einer der Einbrecher unterwegs sei, sollten die Angerufenen ihre Wertgegenstände außer Haus und in Sicherheit bringen.

Während fast alle Anrufe durchschaut wurden, hatten die Betrüger mit ihrer Masche in einem Fall leider Erfolg: Durch intensive und überzeugende Gesprächsführung in einer Vielzahl von Anrufen konnten die Täter am Mittwoch eine 77-jährige Frau dazu überreden, mehr als 40.000 Euro an einen vermeintlich sicheren Ort zu bringen.

Diesen gaben die Anrufer im Gespräch vor. Selbstverständlich war das Geld am Donnerstagmorgen nicht mehr an diesem Platz.

Immenstadt: Frau übergibt 14.000 Euro

In Immenstadt wurde eine 76-jährige Seniorin Opfer der gleichen Masche. Die Anrufer konnten sie am Mittwoch dazu bewegen, einem bislang unbekannten Mann ca. 14.000 Euro zu übergeben. Dieses Geld hatte die Frau zuvor noch von einer Bank abgehoben.

Als die vermeintlichen Beamten das Geld am Donnerstag nicht wie abgesprochen zurückbrachten, erkundigte sie sich bei der örtlichen Polizeiinspektion. Dabei fiel der Betrug auf.

Mehrere Anrufe in Marktoberdorf

Am Donnerstag verzeichnete die Marktoberdorfer Polizei mehrere Enkeltrickanrufe. Derzeit rufen dort unbekannte Täter ältere Menschen an und geben sich als Verwandte aus. Die Anrufer behaupten dann meistens, dass sie sich in einer Notsituation befinden oder eine Immobilie kaufen wollen und deswegen dringend Geld benötigen.

Die Täter gehen dabei sehr überzeugend und professionell vor und setzen die angerufenen Personen unter Druck.

Die Polizei warnt deswegen erneut davor, Personen am Telefon Auskünfte über persönliche Verhältnisse zu geben. Echte Polizeibeamte erfragen derartige Informationen nicht am Telefon. Weiterhin gibt die Polizei folgende Hinweise:

  • Fragen Sie genau nach, wer am Apparat ist
  • Rufen Sie im Zweifelsfall bei der örtlichen Polizeiinspektion an und verwenden Sie dafür ausschließlich die Ihnen bekannte Rufnummer
  • Wählen Sie bitte keinesfalls die vom Anrufer genannte oder die im Display angezeigte Nummer, diese ist in der Regel technisch manipuliert
  • Übergeben Sie niemals Bargeld an unbekannte Personen
  • Legen Sie kein Geld an Orten ab, die Anrufer Ihnen vorgeben

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