Nationaler Seenotalarm
Durchzechte Nacht: Rettungskräfte suchen Schwimmer im Bodensee

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Eine umfangreiche Suchaktion im Bodensee bei Lindau war das Ergebnis einer durchzechten Nacht eines 21-Jährigen. Der Mann hatte die ganze Nacht durch mit Bekannten gefeiert und Alkohol getrunken. Irgendwann hatte er den Entschluss gefasst, vom Strandbad Eichwald zum Lindenhofbad zu schwimmen, nach Schätzung der Polizei eine Strecke von rund vier Kilometern.

Der 21-Jährige begab sich, obwohl seine Bekannten versuchten ihn davon abzuhalten, schon im Bereich Zech in den Bodensee, und schwamm zunächst zum Strandbad Eichwald. Dort traf er erneut auf seine Freunde. Obwohl dem jungen Mann zwischenzeitlich schlecht geworden war, schwamm er weiter.

Seine Bekannten fuhren zum Toskanapark nahe der Seebrücke, wo sie den Schwimmer noch einmal treffen wollten. Nachdem der 21-Jährige aber nicht zum vereinbarten Treffpunkt kam, verständigten die Bekannten die Eltern des jungen Mannes. Diese alarmierten gegen acht Uhr morgens die Polizei, die den sogenannten "nationalen Seenotalarm" auslöste.

Mit insgesamt sieben Einsatzbooten der Wasserwachten Lindau und Weiler, des Technischen Hilfswerks Lindau, der Feuerwehr Lindau, sowie der Wasserschutzpolizei wurde eine Suchkette gebildet, die das Seegebiet zwischen dem Strandbad Eichwald und der Insel absuchte. 

Weitere Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes, der Feuerwehr und der Polizei Lindau suchten zudem den Uferbereich ab. Im Einsatz waren auch der Rettungshubschrauber aus Friedrichshafen und ein Polizeihubschrauber aus München.

Der Leiter der Bäderbetriebe gab dann den Hinweis, dass der Vermisste im Lindenhofbad gesehen wurde. Der 21-Jährige war dort zum Betreiber der Surfschule gegangen und hatte versucht, seine Freunde zu erreichen. Weil das ohne Erfolg blieb, schwamm der junge Mann zum Badefloß und legte sich dort hin.

Die Besatzung des Polizeihubschraubers entdeckte den 21-Jährigen kurz vor zehn Uhr auf dem Badefloß. Trotz des Hubschrauberlärms rührte er sich zunächst allerdings nicht. Zwei Polizeiboote fuhren das Floß daher an und konnten den Mann ansprechen und kurz darauf dem Rettungsdienst übergeben, der den Schwimmer in ein Krankenhaus brachte.

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