Gewalt
Bruder mit Messer in Lindauer Asylbewerberunterkunft bedroht

Am frühen Freitagabend stritten in einer Asylbewerberunterkunft in Lindau im Heuriedweg zwei Brüder im Alter von 22 und 27 in der Küche.  Der ältere der beiden griff sich zwei Küchenmesser und ging auf den jüngeren los. Dieser floh in ein Nachbarhaus.

Die erste eintreffende Polizeistreife traf den Täter mit je einem Messer in jeder Hand auf der Straße an. Als die Beamten ihn mit gezogener Dienstwaffe aufforderten, die Messer wegzulegen, schrie der Mann „Erschießt mich doch“. Dabei kam er sogar noch auf die Polizisten zu.

Daraufhin wurde Pfefferspray eingesetzt, das auch sofort Wirkung zeigte. Der Mann ließ die Messer fallen und ging zu Boden, wo er unter Kontrolle gebracht und gefesselt wurde. Die tränenden Augen wurden durch Kräfte des Rettungsdienstes gespült.

Bei dem Vorfall wurde ansonsten niemand körperlich verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der 27-jährige Syrer mit den Messern nur wilde, drohende Bewegungen gemacht. Er war dabei wohl so weit von seinem Bruder entfernt, dass er ihn noch nicht verletzten konnte, weshalb auch kein Haftbefehl gegen den Mann beantragt wurde. Nachdem er sich beruhigt hatte und dies mit der Familie so abgesprochen worden war, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

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