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Angeblich Frau durch Asylbewerber in Lindau vergewaltigt: Vorfall war frei erfunden

Die Beamten der Polizeiinspektion Lindau bekamen am 2. Weihnachtsfeiertag einen Hinweis auf ein Gerücht, dass eine Frau in der Stadt von Flüchtlingen vergewaltigt worden sei. Die Polizisten ermittelten und fanden schließlich einen Beitrag auf Facebook.

Dort stand, dass mehrere Flüchtlinge eine junge Frau am Vorabend attackiert und misshandelt hätten und von zwei der Männer vergewaltigt worden sei. Außerdem stand dort, dass die Täter arabischer und afrikanischer Abstammung gewesen seien. Die junge Frau habe schließlich im Krankenhaus stationär behandelt werden müssen.

User diskutierten über diesen Beitrag im Internet, teilweise sehr emotional. Bürger riefen bei der Polizei in Lindau an und gaben den ganzen Tag über Hinweise auf den Beitrag. Einige Anrufer fragten, warum dieser Vorgang von der Polizei "verschleiert" wird.

Die Polizei ermittelte weiter und konnte keinen Hinweis auf diese Tat finden. Anrufe bei anderen Polizeidienststellen sowie Krankenhäusern blieben ergebnislos.

Am Samstagabend gelang es den Polizisten dann, den 39-jährigen Urheber des Eintrages und das angebliche Vergewaltigungsopfer zu kontaktieren. Die Beamten befragten die beiden zu dem Facebook-Post und der Vergewaltigung. Mittlerweile steht fest, dass der Vorfall frei erfunden war. Ob der Vorfall strafrechtliche Folgen für die beiden hat, ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt weiter.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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