Kontrolle
35 Identitäten, zwei Haftbefehle: Bundespolizei nimmt Algerier (43) bei Lindau fest

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Bei einer Kontrolle haben Lindauer Bundespolizisten einen Algerier mit insgesamt 35 verschiedenen Identitäten festgenommen. Gegen den 43-jährigen Mann lagen zwei Vollstreckungshaftbefehle vor. Der Nordafrikaner war wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz jeweils zu einer Geld- und Haftstrafe verurteilt worden. 

Wie die Bundespolizei mitteilt, konnte der Mann bei einer Kontrolle eines Fernreisebusses nur die Kopie seines Reisepasses vorlegen. Beim Abgleich der Fingerabdrücke stießen die Beamten dann auf die verschiedenen Identitäten. Der Mann war erstmals 1997 nach Deutschland eingereist. 2018 wurde der Algerier nach der Ablehnung seines Asylantrags abgeschoben, bis Ende 2023 lag ein gültiges Einreise- und Aufenthaltsverbot vor. Die Polizisten lieferten den 43-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. Dort sitzt der Mann jetzt seine über viermonatige Haftstrafe ab. Danach wird er nach Algerien zurückgewiesen.

Weitere Migranten aufgegriffen

Bei den Kontrollen am Montag in zwei Fernreisebussen aus Italien, griff die Bundespolizei außerdem zwölf weitere Migranten beim Versuch der illegalen Einreise auf. Für alle endete die Busfahrt bei der Grenzkontrolle mit einer Anzeige, entweder in Haft oder mit einer Zurückweisung.

Zunächst wiesen Bundespolizisten am Grenzübergang in Hörbranz eine syrische Familie nach Österreich zurück. Bei den Personen handelte es sich um einen 46-jährigen Mann, seine 39-jährige Ehefrau und die vier gemeinsamen Kindern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren sowie die 20-jährige Nichte des Familienvaters. Die Migranten hatten syrische und griechische Dokumente dabei, die jedoch nicht die Einreise nach Deutschland legitimierten. 

Fünf Stunden später wiesen die Polizisten bei einer weiteren Kontrolle einen 28-jährigen Pakistaner und einen 35-jährigen Georgier nach Österreich zurück. Drei weitere Georgier im Alter von 20, 23 und 24 Jahren hatten ihre visafreie Kurzaufenthaltsdauer im Schengenraum bereits um mehrere Monate überschritten. Die Bundespolizisten lieferten die Migranten in die Abschiebehaftanstalt Eichstätt ein. Dort warten sie auf die Zurückweisung in ihr Heimatland.

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