Landrat warnt
Zwei Verdachtsfälle von Corona-Mutationen im Landkreis Lindau

Coronavirus (Symbolbild).
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Update von Donnerstag, 18. Februar, 
Im Landkreis Lindau sind am 5. Februar zwei begründete Verdachtsfälle von Virusvarianten gemeldet worden. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat nun geprüft, um welche Varianten es sich dabei handelt. Laut dem Landratsamt Lindau war bei einem Fall wegen mangelnder Virenlast keine Genomsequenzierung mehr möglich. Der Befund des zweiten Verdachtsfalls ergab eine Zugehörigkeit zur Viruslinie B.1.351 (südafrikanische Variante). Mit jetzigem Stand sind im Landkreis Lindau keine weiteren Infektionen mit einer Virusvariante bekannt. 

Bezugsmeldung:
Im Landkreis Lindau gibt es seit Freitagmorgen zwei begründete Verdachtsfälle von Corona-Mutationen. Eine offizielle Bestätigung gibt es aber noch nicht. Das hat Landrat Elmar Stegmann in einer Videokonferenz bekannt gegeben. Demnach stehen die beiden Fälle in keinem Zusammenhang. Insgesamt fünf Kontaktpersonen befinden sich jetzt in Quarantäne. 

Pendlerin wird positiv getestet

Beim ersten Fall handelt es ich um eine 62-jährige, alleinstehende Frau. Die Frau arbeitet in der Schweiz und ist im Rahmen der verpflichteten Test für Pendler positiv getestet worden. Laut Stegmann weist sie keine Symptome auf. Momentan wird vermutet, dass die Frau sich mit der südafrikanischen oder brasilianischen Mutation angesteckt hat. Eine Sequenzierung soll nun Klarheit schaffen. Das Ergebnis soll in ein bis zwei Wochen feststehen.

Mann hat leichte Symptome und lässt sich testen 

Auch bei einem 36-jährigen Mann besteht der begründete Verdacht einer Infektion mit einer Corona-Mutation aus Südafrika, Brasilien oder Großbritannien. Weil er leichte Symptome aufwies, hatte sich der Mann bei seinem Hausarzt testen lassen. Der Arzt schickte den Abstrich ins Labor. Eine neue Regel schreibt den Laboren vor, eine bestimmte Anzahl der Tests auch auf Mutationen zu testen, erklärt Stegmann. Dabei sei der Verdacht aufgekommen. Weil der Abstrich relativ spät genommen wurde, reiche die Viruslast allerdings nicht aus, um die genaue Mutations-Variante bestimmen zu können, so Stegmann. 

Stegmann warnt vor Mutationen

Der Landrat warnte vor den Corona-Mutationen und mahnte zur Vorsicht. Nach bisherigem Kenntnisstand seien die Mutationen ansteckender und würden "im Ruf stehen, im Einzelfall zu schwereren Krankheitsverläufen zu führen." Am generellen Vorgehen würden die Mutation jedoch nichts ändern. 

Kommende Woche sollen Erstimpfungen in Altenheimen im Landkreis Lindau abgeschlossen sein 

Bis jetzt haben im Landkreis Lindau laut Stegmann 2.211 Personen ihre Erstimpfung erhalten. Das sind mehr durchgeführte Impfungen, als Corona-Infektionen (2.177) im Landkreis seit Beginn der Pandemie. Läuft alles nach Plan, sollen bereits in der kommenden Woche alle Erstimpfungen im Landkreis Lindau abgeschlossen werden. 

Kontaktnachverfolgung: Landkreis wird auf "Ebola-App" wechseln 

Bei der Kontaktnachverfolgung wird der Landkreis Lindau auf die App "Sormas" umschalten. Die von der Regierung entwickelte App wird dann nicht mehr genutzt. "Sormas" wurde ursprünglich dafür entwickelt, Kontaktpersonen bei Ebola-Ausbrüchen in Afrika bestimmen zu können. 

Infektionsgeschehen: Aktuell 2 Altenheime betroffen

Auch zum aktuellen Infektionsgeschehen äußerte sich Stegmann. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis bei 62,2. "Nur wenige der positiven Fälle kommen momentan über die Teststation rein", sagt Stegmann. Stattdessen werden die meisten Fälle durch Reihentests oder symptomatische Tests beim Hausarzt bekannt. Wie der Landrat mitteilt, sind aktuell zwei Altenheime von Corona-Infektionen betroffen.

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