Neuordnung
Zum Advent entsteht in Lindau die Gemeinde St. Stephan-Christuskirche

Von den 67 stimmberechtigten Mitgliedern der Lindauer Christuskirche haben sich 64 für die 'Vereinigung' der beiden Kirchengemeinden ausgesprochen – neben zwei Enthaltungen gab es auch eine Nein-Stimme. Das Abstimmungsverhältnis spiegelt vordergründig zwar große Einigkeit wider, dennoch hatten die Gemeindemitglieder bei ihrer Versammlung Diskussionsbedarf und jede Menge Fragen. Zuvor informierten Pfarrer Andreas Lay und die Kirchenvorstände über den Zusammenschluss. Neue Strukturen und Finanzen hätten die beiden Kirchengemeinden 'in die Enge getrieben'. Niemand habe diesen 'Einschnitt' gewollt, geschweige denn den Verlust einer eine Pfarrstelle, betonte Lay.

'Wir sollen über etwas abstimmen, obwohl es dafür gar keine Alternative gibt', brachte während der Aussprache ein Teilnehmer der Gemeindeversammlung auf den Punkt, was viele der Anwesenden dachten. Er fügte hinzu, es seien 'ja bereits Fakten geschaffen' worden, wie zum Beispiel der Wegfall einer Pfarrstelle. 'Sie dürfen dagegen sein', antwortete Pfarrer Lay. Wirklich entscheiden könne nur der Kirchenvorstand, der seinen Beschluss dem Dekan Jörg Dittmar und dieser wiederum dem Landeskirchenrat vorlegen muss.

Auch wurden Befürchtungen laut, dass mit weniger Pfarrern und nur noch einem Pfarramt ein Seelsorger schlechter zu erreichen sei, 'vor allem, wenn’s mal schnell gehen muss'.

Ein 'Langschläfer-Gottesdienst'

'Nicht jeder kann nach Reutin laufen' – mit derlei Worten drückte ein Kirchenmitglied die Sorge aus, dass durch die geplante Konzentration der Jugendarbeit im Gemeindehaus Aeschach die Seniorenarbeit künftig ins Lugeck verdrängt werden könnte. Das Haus in Aeschach werde den Senioren weiterhin offenstehen, zumal man dieses 'behindertengerecht ausbauen' wolle, versuchte Lay zu beruhigen.

Insel-Pfarrer Eberhard Heuß sieht in der Verschiebung des Gottesdienstes auf 11 Uhr 'eine große Chance', denn mit den Spätaufstehern erwartet er künftig beim 'Langschläfer-Gottesdienst' auch mehr Besucher in der Stephanskirche.

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