ÖDP
Seit 25 Jahren besteht die ÖDP im Landkreis Lindau

'Ich war auf der Suche. Und dieser Funke hat mich infiziert', sagt Peter Borel, der vor 22 Jahren die ÖDP für sich entdeckt hat. Bis heute brennt der Mann für seine Partei, deren Gesicht er als Vorsitzender im Kreisverband Lindau lange Zeit war. Heute bekleidet Xaver Fichtl diesen Posten. Beide wirken an diesem Abend im Gasthaus Köchlin noch immer wie beseelt von den Ideen der ÖDP und bereiten den rund 35 Gästen und Mitgliedern einen Abend mit vielen Erinnerungen.

Zunächst ehren die Mitglieder Werner Nenning, der den Kreisverband vor 25 Jahren in Scheidegg gründete, gemeinsam mit seiner Schwester Rosmarie Nenning-Rupp.

'1986 fragte ich mich, wen ich denn wählen sollte', erinnert sich Nenning, der seinerzeit bei den etablierten Parteien nur wenige Überschneidungen mit seinen eigenen Überzeugungen fand.

Dann entdeckte er die ÖDP: 'Da hat es sofort gepasst.' Die Keimzelle des Kreisverbands Lindau sitzt an diesem Abend im Köchlin.

Offenbar hat es einen fruchtbaren Boden gegeben für die Vorstellungen der ÖDP. Und überzeugendes Personal.

Denn bald schon bekleidete die Partei einen Sitz im Gemeinderat in Scheidegg, Sitze im Kreistag und im Lindauer Stadtrat folgten, wo Xaver Fichtl bis heute politisch arbeitet: 'Wir wollen im Interesse unserer Kinder und Enkel einen politischen Wandel herbeiführen.'

Thema Mobilfunk

In seinem Resümee stellt Peter Borel fest: 'Wir haben verdammt viel gemacht' Für ihn persönlich bedeutete das die Kandidatur für die Landtagswahlen 2003 und ein Stadtratsmandat in Lindau.

Die Themen hätten sich im Wesentlichen seit den Anfängen nicht geändert, nur sei es die ÖDP gewesen, die manche Probleme eben früher angegangen sei. Als Beispiel nennt Borel das Thema Mobilfunk: '220 Besucher konnten wir damals dazu in die Inselhalle bewegen.'

Es sei ein Verdienst der ÖDP, dass bis heute keine Sendeanlagen auf Kreisgebäuden installiert worden seien. Auch die Themenfelder Energiewende, Klimaschutz und Atomkraft gehörten zu den Wurzeln der Partei, ebenso Fragen der Ethik.

Der ehemalige Bundesvorsitzende der ÖDP, Klaus Buchner, hob in seiner Rede die Verantwortung für die kommenden Generationen hervor. Im Saal sei allerdings niemand, der dieser jungen Generation angehört. Er äußerte sich auch mit teils sehr provokanten Thesen zum Thema Betreuungsgeld und Kinderbetreuung.

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