Feuer
Schaden in Höhe von 300.000 Euro bei Brand einer Asylunterkunft in Lindau

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Mindestens 300.000 Euro Schaden ist am frühen Mittwochmorgen bei einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Lindau entstanden. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich 16 Flüchtlinge in den Wohnungen. Sie konnten das Gebäude selber verlassen. Das Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Brandursache ist noch unbekannt. Einen Anschlag schließt die Kripo aber aus.

Einer der Bewohner meldete um 3.32 Uhr bei der Leitstelle in Kempten einen Brand in der Unterkunft. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, schlugen bereits Flammen aus einem Dachfenster, schildern Helfer.

Die Bewohner konnten das Haus ohne fremde Hilfe verlassen. Laut Kommandant Robert Kainz standen die Menschen beim Eintreffen der Feuerwehr zum Teil leicht bekleidet bei Minustemperaturen im Freien.

Die Helfer sammelten die Betroffenen und setzten sie in warme Rettungswagen. Die Flüchtlinge verbrachten den Rest der Nacht im Landratsamt und wurden dort versorgt. Landrat Elmar Stegmann und fünf Mitarbeiter der Behörde waren vor Ort.

90 Einsatzkräfte der Lindauer Feuerwehr bekämpften den Brand. Nach fünf Minuten habe die Wehr das Feuer unter Kontrolle gehabt, sagt Kainz. Der Einsatz dauerte aber wesentlich länger. Fünf Stunden lang musste die Wehr Isolierung und Dachgebälk auseinanderreißen, um Glutnester zu ersticken.

Offenbar hatte sich das Feuer einige Zeit entwickeln können, ehe es bemerkt wurde. Schwierig waren laut Kainz auch die Verhältnisse vor Ort. Weil das Löschwasser in der Kälte gefror, bildete sich Eis. Mehrere Feuerwehrmänner seien gestürzt, glücklicherweise habe sich aber niemand verletzt.

Der Dachstuhl wurde durch den Brand weitgehend zerstört. Die Wohnungen in den darunter liegenden Geschossen erlitten einen Wasserschaden. In dem Haus befindet sich neben der Flüchtlingsunterkunft nur noch ein Büro der Diakonie. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 300.000 Euro.

Laut Kreisbrandrat Friedhold Schneider war der vorbeugende Brandschutz in dem Gebäude gut. Es gab Rauchmelder, zudem hat das Haus ein gemauertes Treppenhaus. 'Die Menschen konnten problemlos nach unten ins Freie', sagt Schneider.

Die Polizei ermittelt. Sie schließt einen politisch motivierten Anschlag aus. 'Ein Einwirken von außen kann man ausschließen', sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Es sei klar, dass das Feuer in einer Wohnung ausgebrochen ist. In der Nacht hatte die Polizei stärkere Kräfte in Lindau zusammengezogen.

Polizeidirektor Werner Mutzel und Oberbürgermeister Gerhard Ecker haben sich am frühen Morgen selber vor Ort bereits selbst informiert.

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