OB-Wahl
Rund 1000 Menschen füllen Lindauer Inselhalle bei Podiumsdiskussion

Das Interesse an den vier Lindauer OB-Kandidaten ist groß: Rund 1000 Menschen füllten bei der zweiten Podiumsdiskussion der IHK und der Lindauer Zeitung die Inselhalle. Zwei Stunden lang diskutierten Amtsinhaberin Petra Seidl (Freie Bürger) und ihre Herausforderer Gerhard Ecker (SPD/Freie Wähler), Klaus Tappeser (CSU) und Max Strauß (Bunte Liste).

Wenig Überraschendes erfuhren die Besucher von den Kandidaten bei der Diskussion. So versprach etwa Amtsinhaberin Seidl nach langem Planen endlich Projekte umzusetzen. Vorrangig sei die neue Wache für die Feuerwehr und THW. Dies sei die Voraussetzung für den Umbau der Inselhalle. Schrittweise will Seidl den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes – er wird auf 16 Millionen Euro beziffert – umsetzen. Außerdem drängt sie darauf, die Kombilösung in Sachen Bahnhof umzusetzen. Sie betonte außerdem, dass es ihr gelungen sei große Projekte wie etwa den Hochwasserschutz umzusetzen ohne die Schulden weiter wachsen zu lassen. Seidl betonte, sie habe seit Amtsantritt im Jahr 2000 gelernt, den Bürgerwillen ernst zu nehmen und mehr in ihre Arbeit einzubinden.

Er werde Lindau aus dem 'Dornröschenschlaf' holen, versprach Herausforderer Ecker. Der ehemalige Augsburger Kämmerer kritisierte, dass Lindau selbst in den guten Jahren keine Schulden abgebaut habe. Bei Gewerbeansiedlungen will er Flächen in der Stadt zubauen, bevor es auf die grüne Wiese geht. Beim Thema Umbau der Inselhalle schlägt Ecker vor, über Alternativen nachzudenken. Die benötigten Räume müssten zur Not wo anders geschaffen werden. Auch zur geplanten Unterführung hat sich Ecker Gedanken gemacht. Er will die Kosten dafür sparen, wenn man mit automatisierten Schranken den den Stau von der Insel vermeiden könnte. Auch die Kosten für eine Brücke will er durchrechnen. Damit steht er im Widerspruch zur Politik der ihn unterstützenden SPD und FW.

Ein Oberbürgermeister sollte aus Lindau kommen, weil er Menschen und Stadt kennt – der Meinung ist Max Strauß. An die erste Stelle seiner Politik werde ein Klimaschutzkonzept stehen. So seien sichere Fahrradwege wichtiger als mehr Parkplätze. Sparen ließe sich seiner Meinung nach, wenn die Feuerwache auf dem Gelände des heutigen Bauhofs entstehen würde. Der Bauhof solle auf das Gelände der Kläranlage umziehen. Dies koste zwar Zeit, spare aber Geld.

'Ich bin dem Charme der Stadt erlegen' begründete Klaus Tappeser, warum er in Lindau OB werden will. Er schlägt vor, etwa durch die Zusammenlegung des Altenheims in Reutin und der Evangelischen Hospitalstiftung Geld zu sparen. Bei der Inselhalle plädiert er für einen schrittweisen Umbau. Dagegen will er bei der Unterführung Langenweg Gas geben.

Eine Neuplanung würde einen jahrelangen Zeitverlust bringen. Eine autofreie Insel kann er sich nicht vorstellen, Ziel sei es jedoch möglichst viel Verkehr von dort fern zu halten.

Geteilter Meinung waren die Kandidaten beim Thema Gewerbesteuer. Sowohl Seidl als auch Strauß sprachen sich für eine Erhöhung auf 380 Punkte aus. Ecker und Tappeser prangerten das Vorgehen an. Man müsse zunächst Ausgaben kürzen bevor die Einnahmen erhöht würden.

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