Kreisausschuss
Räte wollen Kurzzeitpflege auch in Lindau

Das Thema stand eigentlich nicht auf der Tagesordnung, und doch diskutierte der Kreisausschuss eine halbe Stunde lang über die Kurzzeitpflege im Landkreis. Fazit: Es ist unklar, ob die Räte der Asklepios-Klinik ermöglichen werden, ihre Kurzzeitpflegestation im Lindauer Krankenhaus zu schließen.

«Fahrt ins Westallgäu zumutbar»

Stegmann berichtete im Kreisausschuss von den Ergebnissen eines Runden Tisches mit Vertretern von Senioreneinrichtungen. Dort hat das Unternehmen Fink angekündigt, in Heimenkirch sieben bis acht Kurzzeitpflegeplätze neu zu bauen (wir berichteten). Ziel sei es, auch im unteren Landkreis Plätze für Kurzzeitpflege zu schaffen, so Stegmann. Sollte das nicht gelingen, hält der Landrat es aber auch für «zumutbar», dass Lindauer ihre Angehörige in eine Einrichtung ins Westallgäu bringen. Gleiches werde jedem Kreisbewohner zugemutet, der in einem Ort wohne, in dem es kein Seniorenheim gebe. CSU-Sprecher Anton Wolf verwies auf den häufigen Fall, dass Angehörige kurzfristig einen Pflegeplatz für einen Angehörigen brauchen. Dann sei man froh, einen zu bekommen, egal ob das in Oberstaufen oder Isny sei, so der Stiefenhofener Bürgermeister, der sich auf eigene Erfahrung berief.

Freilich sehen das nicht alle Räte so. Ein erheblicher Teil will die Station in der Lindauer Klinik erhalten oder Asklepios nur dann aus der Verpflichtung entlassen, wenn es eine Alternative in Lindau oder den Nachbarorten gibt. «Die zumeist älteren Menschen, die sich in einer Kurzzeitpflege aufhalten, haben auch ein soziales Umfeld», erinnerte Oberbürgermeisterin Petra Seidl, und Kontakte mit genau diesen Menschen, ob Nachbarn oder Freunde, «brauchen sie, damit sie schneller wieder auf die Beine kommen».

«Lindau ist die größte Stadt mit der höchsten Zahl an älteren Bürgern, da besteht automatisch ein größerer Bedarf an Plätzen», gab zudem Thomas Kühnel (Lindenberg) zu bedenken, der ebenso eine zusätzliche Lindauer Lösung forderte wie Dr. Friedrich Haag (Lindenberg) und Jürgen Müller (Lindau). (ee, pem)

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