Bürgerpark bleibt bestehen
Parkplätze und Wohnungen: Die Bebauungspläne für Lindaus Hintere Insel

In einer Pressemitteilung informiert die Stadt Lindau über die aktuellen Bebauungspläne der Hinteren Insel. Dabei stehen vor allem Parkmöglichkeiten und bezahlbarer Wohnraum im Fokus. (Symbolbild).
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Ab sofort sind alle 240 Parkplätze auf der Hinteren Insel in Lindau für Bewohner und Beschäftigte auf der Insel nutzbar, das hat die Stadt Lindau am Mittwoch in einer Pressemitteilung verkündet. Die sogenannte "Quartiersgarage" ist für Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte der hinteren und vorderen Insel reserviert. Außerdem stehen 30 Kurzzeit-Parkplätze für Besucherinnen und Besucher der Einrichtungen der Hinteren Insel (IHK, VHS, Ärzte) zu Verfügung.

Weitere Parkmöglichkeiten

Stadtbaumeister Kay Koschka geht laut Pressemitteilung davon aus, dass die Parkplätze erhalten bleiben, bis mit der Bebauung auf der Hinteren Insel begonnen werden kann. Bis dahin sollen dann auch längst Parkmöglichkeiten am Karl-Bever-Platz und am Bahnhof geschaffen werden. Zudem wollen die Verantwortlichen in der Stadt stets die aktuelle Entwicklung im Auge behalten.

Grüne Lunge

Davon unberührt ist der neue Bürgerpark. Er bietet auf insgesamt mehr als 9000 Quadratmetern Erholungsfläche und ist die neugeschaffene grüne Lunge der Hinteren Insel. Vor der Gartenschau standen auf dieser Fläche noch Autos. Weitere Erholungs- und Freizeitflächen bieten der Luitpoldpark und der verbreiterte Schützingerweg. Dort gibt es auch dieses Jahr wieder ein gastronomisches Angebot.

Bau bezahlbarer Wohnungen als nächster Schritt

Mit den Grün- und Erholungsflächen ist der erste Teil des Rahmenplans Hintere Insel umgesetzt. Jetzt geht es an den zweiten Teil: den Bau von bezahlbaren Wohnungen. Doch bevor hier die Bagger rollen, wird es noch dauern. "Bis Ende des Jahres wird der freiraumplanerische Wettbewerb abgeschlossen sein", hofft Koschka. Damit steht dann der Plan für die Freiräume, Erschließungsstraßen und Fußwege. "Auf dieser Grundlage wird das Folgekostenkonzept für die sozialgerechte Bodennutzung erarbeitet. Anschließend werden die Konzeptvergaben für die städtischen Grundstücke vorbereitet", so Koschka.

Keine "seelenlosen Betonklötze"

Wie diese Vergabe genau funktioniert und wer dann zum Zuge kommt, muss der Stadtrat entscheiden. Klar sind aber zwei Dinge: Die Grundstücke sollen der Spekulation entzogen bleiben. Es sollen, vereinfacht gesagt, die besten Ideen eine Chance bekommen und nicht der dickste Geldbeutel. Deshalb muss auch niemand befürchten, dass auf der Hinteren Insel "seelenlose Betonklötze" entstehen, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Informationskampagne an Bauzäunen

Dieses Vorhaben wird auch durch die Visualisierungen auf den Bauzaunbannern abgebildet, die auf der Hinteren Insel hängen. Die Banner werden im Rahmen von Diskussionsständen und Stadtspaziergängen, zu denen verschiedene Stadtratsfraktionen einladen, präsentiert. Sie sind Teil einer Informationskampagne, mit der die Stadt über die Pläne auf der Hinteren Insel informiert.

Koschka will den Rahmenplan, der das Ergebnis einer ausführlichen Bürgerbeteiligung ist, in einer Informationsveranstaltung in der Inselhalle noch einmal vorstellen. Der Termin dafür wird aktuell vorbereitet. Sobald er feststeht, wird er über die Bürgerzeitung und die anderen Informationskanäle der Stadt mitgeteilt.

Bürgerinnen und Bürger werden einbezogen

Danach sollen sich zwei Arbeitsgruppen aus Bürgerinnen und Bürgern bilden. In einer dieser Gruppen soll noch einmal über die Nutzung nachgedacht werden. In der anderen Arbeitsgruppe soll es um die zukünftige Gestaltung des neuen, familienfreundlichen Wohnquartiers gehen. "So wollen wir möglichst große Transparenz für die Lindauerinnen und Lindauer schaffen", sagt Koschka. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, will der Stadtbaumeister außerdem den Menschen die Angst vor einer Verschandelung der Hinteren Insel nehmen.  

Insel muss gestärkt werden

Eine Alternative zu einer Bebauung sieht Koschka laut Pressemitteilung nicht. "Wir brauchen dringend familienfreundliche, bezahlbare Wohnungen", sagt er. "Diese können nur auf städtischen Grundstücken entstehen und damit auf der Hinteren Insel. Außerdem müssen wir die Insel dringend stärken, sonst wird sie weiter ausbluten". Wenn mehr Menschen auf der Hinteren Insel wohnen würden, gäbe es auch mehr Kunden für die Geschäfte, mehr Gäste für die Gastronomie und vor allem mehr Leben.

Weitere Informationen zum Thema Hintere Insel finden Sie auf der städtischen Homepage www.stadtlindau.de unter der Rubrik Bürger, Politik & Verwaltung/Planen & Bauen.

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