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Neues Corona-Testzentrum in Lindau: Alles, was man wissen muss

Corona-Testzentrum in Lindau
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Das Landratsamt Lindau richtet auf dem Umlade- und Wertstoffhofzentrum (Bösenreutiner Steig 33) ein neues Corona-Testzentrum ein. Am Freitag, 28. August, soll das Corona-Testzentrum offiziell in Betrieb gehen. Das teilte Landrat Elmar Stegmann auf einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Demnach wird die Allgäu Medical Service GmbH das Testzentrum betreiben. Die Firma betreibt unter anderem mehrere Asyl-Unterkünfte im Oberallgäu und hat dort schon Erfahrungen mit dem Umgang mit Corona gesammelt. 

Wann und Wer wird getestet?

Das Testzentrum wird als "Drive-In" organisiert. Geöffnet hat die Teststation zunächst am Montag, Mittwoch und Freitag von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr. Um Reiserückkehrern entgegenzukommen, hat die Station auch am Sonntag von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet. Pro Stunde könnten zwischen 20 und 30 Corona-Tests durchgeführt werden, meint Stegmann. Eine Anmeldung bei Einzeltestungen ist nicht notwendig. Größere Reihentests für das Personal von Schulen, Kindertagesstätten oder Pflegeeinrichtungen müssen mindestens drei Tage im Voraus angemeldet werden. Alle Tests sind kostenlos.

Wichtig: Getestet werden nur Personen mit Wohnsitz im Landkreis Lindau oder Personal von Schulen, Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen mit Arbeitsort im Landkreis. Reiserückkehrer, die nur auf der Durchreise sind, müssen sich in ihrem Heimatort testen lassen. Nicht getestet werden auch Personen, die Corona-Symptome aufweisen. In diesem Fall soll die betroffene Person zunächst Kontakt zu ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117) aufnehmen.

Landrat Elmar Stegmann (links) und Wolfgang Strahl, Betriebsleiter der Allgäu Medical Service GmbH.
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Kapazitäten beschränkt: "Bitte nicht aus Jux und Dollerei testen lassen"

Bei der Auswertung der Corona-Test ist es in ganz Deutschland immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Meistens waren die Kapazitäten der Labore schlichtweg überlastet. Daher appelliert Stegmann an alle, "sich nicht nur aus Jux und Dollerei testen zu lassen." Jeder sollte sich gut überlegen, ob die Notwendigkeit einer Testung bestehe. Personen, die nicht auf einer größeren Party oder ähnlichem waren und nicht aus einem Corona-Risikogebiet zurückkommen, bräuchten sich im Normalfall auch nicht testen lassen. 

Das Labor "ällgäuLab" in Kempten wertet die in Lindau genommenen Corona-Abstriche aus. "Das Labor hat mir versichert, dass noch Kapazitäten da sind", sagt Stegmann. Auch in der Vergangenheit habe der Landkreis bereits gute Erfahrungen mit dem Labor gemacht. Nichtsdestotrotz seien die Kapazitäten in den Laboren beschränkt. 

Testergebnis selber abrufbar: Digitalisierung soll Pannen vermeiden

Um Pannen bei der Vermittlung von Testergebnissen zu vermeiden, läuft die Datenerfassung am Corona-Testzentrum digital ab. Um die Erfassung der notwendigen Daten zu beschleunigen, bittet Stegmann darum, dass alle Test-Personen ihre Krankenkassenkarte oder alternativ ihren Ausweis mitbringen. 

Das Landratsamt Lindau richtet auf dem Umlade- und Wertstoffhofzentrum (Bösenreutiner Steig 33) ein neues Corona-Testzentrum ein.
  • Das Landratsamt Lindau richtet auf dem Umlade- und Wertstoffhofzentrum (Bösenreutiner Steig 33) ein neues Corona-Testzentrum ein.
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Bei der Testung erhält jede Person ein Datenblatt mit einem QR-Code. Diesen Code kann man auf dem Smartphone einlesen und dann sein Testergebnis nach etwa 24 Stunden selbst einsehen. Alternativ könne das Testergebnis auch per E-Mail oder Telefon übermittelt werden, so der Landrat. Bei einem positiven Test nimmt das Gesundheitsamt direkt Kontakt zu der betroffenen Person auf. 

Wer führt die Tests durch?

Mitarbeiter der Allgäu Medical Service GmbH werden die Corona-Tests durchführen. Insgesamt seien immer fünf Mitarbeiter gleichzeitig im Einsatz, meint Betriebsleiter Wolfgang Strahl. Zwei Mitarbeiter sind dabei für die Datenerfassung zuständig. Zwei weitere Mitarbeiter in voller Schutzmontur nehmen danach die Abstriche. "Wir fahren zweigleisig", so Strahl. Ein Test soll in etwa fünf Minuten dauern.

Die Tester stammen aus Berufen wie beispielsweise der Pflege oder dem Sanitätsdienst. Um die Tests durchführen zu können, erhielten die Tester eine Schulung von einem Arzt. Der Arzt stehe den Testern im Hintergrund und in Notfällen immer als Ansprechpartner zur Verfügung, erklärt ein Mitarbeiter Allgäu Medical Service GmbH vor Ort.

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