Feuer
Nächtlicher Brand in Wohnblock

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat es in der Lindauer Münchhofsiedlung gebrannt. Bei einem Dachstuhlbrand in der Nacht zum Mittwoch kamen die Bewohner mit dem Schrecken davon. Ein Feuerwehrmann wurde leicht am Fuß verletzt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) als Eigentümerin schätzt den Schaden auf ungefähr 250000 Euro.

Um 2.53 Uhr wurde die Feuerwehr zum Brandort im Stadtteil Reutin gerufen. Beim Eintreffen der Wehr stand der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Flammen. 100 Mann und 20 Fahrzeuge der Feuerwehr waren im Einsatz. Mit Hilfe der beiden Drehleitern wurde das Dach großflächig geöffnet und der Brand gelöscht. 45 Minuten nach Eingang des Notrufes meldeten die Einsatzkräfte << Feuer aus >>.

Während die Löscharbeiten liefen, holte die Polizei alle Bewohner aus dem Haus, der Rettungsdienst kümmerte sich um sie. Elf Wohnungen musste die GWG räumen. << Ich bin von einem lauten Gepolter aufgewacht >>, berichtet ein Bewohner. << Es war genau 2.50 Uhr >>, erinnert er sich, weil er auf den Wecker gesehen habe. Er sah durchs Fenster Blinklichter und blickte in den Hausflur. Dort stand bereits seine Nachbarin und habe << Feuer, Feuer >> gerufen.

<< Ich habe meine Frau geweckt, wir haben die wichtigsten Dokumente gepackt und sind auf die Straße. >> Die Nacht verbrachte er bei Nachbarn. << Wir saßen im Wintergarten und haben beim Löschen zugeschaut >>, schildert er die Szenerie.

Wie der GWG-Geschäftsführer Alexander Mayer berichtet, kamen einige Bewohner noch in der Nacht bei Bekannten unter, andere suchten Zuflucht in der Kirche St. Joseph. Mittlerweile habe die GWG alle vom Brand betroffenen Bürger in Wohnungen untergebracht.

Noch unklar ist, warum das Feuer ausgebrochen ist. << Es spricht einiges für eine technische Ursache >>, berichtet Kurt Kraus von der Lindauer Kriminalpolizei. Das Ausmaß der Zerstörung erschwert den Ermittlern die Arbeit. Deshalb ist unsicher, ob sich noch eine Ursache ermitteln lässt, auch wenn am Montag ein Sachverständiger der Versicherung erwartet wird.

Bereits im April hatte ein Haus in der Münchhofsiedlung gebrannt. Ursache damals war eine achtlos in den Mülleimer geworfene Zigarettenkippe.

Das betroffene Gebäude ist im November abgerissen worden. Ebenso wird laut GWG auch mit dem Haus verfahren, das in der Nacht auf Mittwoch in Flammen aufgegangen ist. Die Münchhofsiedlung wurde 1939 gebaut und gilt allgemein als sanierungsbedürftig. (jtw, pem)

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