Hilfe in Flüchtlingscamps
Lindauerin (21) gründet Netzwerk "Europeans for Humanity"

Im Einsatz: In Flüchtlingscamps wie diesem an der syrischen Grenze hilft Romy Bornscheuer als Freiwillige.
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  • Im Einsatz: In Flüchtlingscamps wie diesem an der syrischen Grenze hilft Romy Bornscheuer als Freiwillige.
  • Foto: Tatjana Bolari/Imago, RB
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Die 21-jährige Lindauerin Romy Bornscheuer hat Bootsflüchtlinge vor der griechischen Insel Lesbos gerettet und in Flüchtlingscamps an der syrischen Grenze geholfen. Jetzt hat die Medizinstudentin das Netzwerk „Europeans for Humanity“ (EFH) ins Leben gerufen, berichtet die Allgäuer Zeitung (AZ) in ihrer Donnerstagsausgabe. Damit möchte sie auf "die dramatische Lage in den Flüchtlingscamps von Griechenland aufmerksam" machen. "Auch und gerade in Zeiten der Corona-Krise", heißt es weiter in der Zeitung.

Gegründet hat sie das Netzwerk mit ihrer Wiener Freundin Magdalena Gartner, die bis vor Kurzem auf Lesbos für eine kleine Nichtregierungsorganisation (NGO) gearbeitet hat. Innerhalb kurzer Zeit habe EFH mehrere Social-Media-Kampagnen ins Leben gerufen, drei Events organisiert und mehr als 30.000 Menschen erreicht. Darunter seien auch Prominente wie Jan Böhmermann und die Moderatoren Joachim „Joko“ Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, so die Allgäuer Zeitung. 

Eine große Online-Talkshow mit Vertretern verschiedener Hilfsorganisatoren und Politikern soll am 9. April stattfinden. Die beiden Frauen werden die Show moderieren. Die Talkshow trägt den Titel:  „Die europäischen Werte und Menschenrechte ertrinken in der griechischen Ägäis.“

Es sei höchste Zeit zu handeln, sagt Romy Bornscheuer. Die Lager seien überfüllt, die Bedingungen "menschenunwürdig". Offiziell gebe es in dem Lager noch keine Corona-Kranken, heißt es in der Zeitung. Es gebe aber auch keine Tests. Wenn das Virus erst einmal ins Camp kommt, werde "es nicht zu stoppen sein." „Davor kann man nicht einfach die Augen schließen“, sagt Bornscheuer gegenüber der AZ. 

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe des Westallgäuers vom 09.04.2020.

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Im Einsatz: In Flüchtlingscamps wie diesem an der syrischen Grenze hilft Romy Bornscheuer als Freiwillige.
Romy Bornscheuer arbeitet nach ihrem Abitur in einer Hilfsorganisation im griechischen Lesbos und später in einem Flüchtlingscamp an der syrischen Grenze. Um den Menschen besser helfen zu können, beginnt sie ein Medizinstudium in Riga, Lettland. Mittlerweile hat sie ihr Physikum geschafft. Wegen des Coronavirus musste sie Riga verlassen. Sie darf wegen der Beschränkungen auch nicht wieder nach Griechenland. Doch Lesbos lässt der 21-Jährigen keine Ruhe: Mit einer Freundin gründet sie das Netzwerk "Europeans for Humanity". Damit will sie auf die "dramatischen Verhältnisse" in griechischen Flüchtlingscamps aufmerksam machen.

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