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Lindauer Landrat Stegmann wendet sich an Staatsregierung: Sie soll Jugendsozialarbeit an Schulen weiter fördern

Landrat Elmar Stegmann (Archivbild).
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  • Foto: Angela Wolf/Landratsamt
  • hochgeladen von Lisa Hauger

Die Bayerische Staatsregierung will für nächstes Jahr keine Neuanträge in der Jugendsozialarbeit mehr bewilligen. Bayern hat sein Ausbauziel erreicht: 1.000 neue Stellen an sozialpädagogischer Unterstützung an den Schulen im Freistaat Bayern zu schaffen. Jetzt steht für neue Stellen im Jahr 2020 offenbar kein Fördergeld aus dem Doppelhaushalt 2019/20 mehr zur Verfügung. Geld, das vielen Kommunen fehlt, die neue Jugendsozialarbeiter dringend brauchen würden. Der Lindauer Landrat Elmar Stegmann hat sich jetzt in einem Schreiben an die Staatsregierung gewandt: Sie soll den bedarfsnotwendigen Ausbau der JaS möglichst schnell weiter fördern. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Lindau hervor. 

In dem Schreiben an die Bayerische Familienministerin Kerstin Schreyer fordert Stegmann zumindest den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für den Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen. Dann müsse man "mit allen weiteren Ausbauschritten nicht bis weit ins Jahr 2021 warten".

Elmar Stegmann kann nicht nachvollziehen, weshalb die Staatsregierung Stellenaufstockungen für JaS-Maßnahmen nicht bewilligt. Schließlich sei das Modell dank des Förderprogramms der Staatsregierung "zu einem wirklichen Erfolg geworden“. Im Landkreis Lindau beispielsweise wurden über die Jahre inzwischen 10,5 Stellen an 13 Schulstandorten geschaffen.

Der Förderstopp zwingt den Landkreis, alle weiteren Vorhaben vorläufig ruhen zu lassen. „Dieses Ergebnis ist sicherlich auch nicht im Sinne der Staatsregierung, vor allem nicht zu einem Zeitpunkt, da man 20 Jahre Jugendsozialarbeit an Schulen als Erfolgsmodell einstufen möchte“, so Stegmann.

Ein JaS-Ausbau soll laut Pressemitteilung frühestens im nächsten Doppelhaushalt 2021/2022 möglich sein. Bedarfsmeldungen werden zur Zeit auf Wartelisten gesetzt.

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