Initiative
Lindauer Interessengruppen und Vereine beteiligen sich am Denkmalnetz Bayern

Denkmalschutz ist in Lindau ein Thema. Sei es bei der gerade begonnen Diskussion um das Rainhaus. Sei es beim Streit um den Abriss des Lieben Augustin. Genannt seien noch der Alte Friedhof in Aeschach, der Lindenhofpark oder das Haug am Brückele. In diesen Fällen kümmern sich Vereine darum, dass die historischen Stätten erhalten bleiben. Doch das reicht Klaus Burger, Horst-Peter Klein, Peter Borel, Marigret Brass-Kästl und Maria Berschneider nicht mehr.

Vor allem der Abriss des Lieben Augustin hat die Denkmalschützer bewegt. Dass es nicht gelungen ist, das zum Hotelkomplex des Bayerischen Hof gehörende Gebäude zu erhalten, hat sie getroffen. So etwas soll es in Lindau nicht nochmal geben.

Das Rainhaus dürfe auf keinen Fall weiter verfallen, sodass es am Ende abgerissen werden muss, sind sich die Lindauer Denkmalschützer einig. Deshalb hoffen sie, dass sich auch für dieses Gebäude interessierte Bürger zusammenschließen. Burger, Berschneider und Co wären auch mit dabei, sie können vor allem Erfahrungen mitbringen, die sie in ihren Vereinen und Initiativen bereits gesammelt haben.

Das ist ein weiterer Grund, dass sich die Lindauer Gruppen dem landesweiten Denkmalnetz Bayern angeschlossen haben, das mit Broschüren und einer Internetseite für die Belange des Denkmalschutzes wirbt. Stolz sind die Lindauer dabei darauf, dass ein Foto des Haug am Brückele den Titel des Faltblattes schmückt, das in ganz Bayern verteilt wird.

Das Denkmalnetz versteht sich nicht nur als Lobbygruppe, die Einfluss auf die Politik nehmen will, damit der Denkmalschutz wieder einen größeren Stellenwert bekommt. Das Denkmalnetz will auch praktische Hilfe geben, zum Beispiel indem man gelungene Baumaßnahmen vorstellt. Gemeinsame Fortbildungen und eine Rechtsberatung sind ebenfalls geplant.

Dass es ausgerechnet in Lindau so viele Vereine und Gruppen zum Thema Denkmalschutz gibt, die zudem fast alle in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind, erklären sich die Sprecher damit, dass die Stadt dieses Thema zunehmend vernachlässigt habe.

So sind der Alte Friedhof und der Lindenhofpark im Besitz der Stadt. Passiert sei dort aber erst etwas, nachdem interessierte und besorgte Bürger die Fördervereine gegründet haben. Der Fassadenpreis wurde abgeschafft, ein Gestaltungsbeirat bisher abgelehnt.

Wer sich für den Denkmalschutz einsetzen will, findet in Lindau noch weitere Vereine wie den Förderverein Leonhardskapelle oder den Torkelverein, die aber (noch) nicht Mitglied beim Denkmalnetz sind. Wer schützenswerte Gebäude kennt, die vielleicht sogar vom Abriss bedroht sind, kann das übers Internet oder direkt den Denkmalschützern melden.

Gerne sind die Lindauer Vereine auch bereit, in Schulklassen über ihre ehrenamtliche Arbeit und den Wert von Denkmälern zu sprechen.

Das Denkmalnetz im Internet unter:

www.denkmalnetzbayern.de

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