Kreisausschuss
Leitfaden für eigene Baumaßnahmen im Landkreis Lindau

Bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Energiewende will der Landkreis Lindau ein Vorbild sein. Der Kreisausschuss hat deshalb einstimmig beschlossen, dass die neu erarbeiteten und auf 25 Seiten zusammengefassten 'Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen für den Landkreis Lindau' künftig grundsätzlich bei allen Neubau- und Sanierungsmaßnahmen des Landkreises (zum Beispiel Schulen) anzuwenden sind. 'Nachhaltigkeit ist uns wichtig', sagte Landrat Elmar Stegmann und äußerte die Bitte an die Gemeinden im Landkreis, diesen Leitfaden bei kommunalen Bauvorhaben ebenfalls zu beachten.

Ein Wunsch, dem sich die Kreisräte quer durch alle Fraktionen anschlossen. Ob CSU, SPD, Grüne, Freie Wähler oder Freie Bürger – sie alle begrüßten die Leitlinien, die seit Herbst in verschiedenen Gremien wie Energiebeirat oder Bürgermeister-Dienstbesprechung vorberaten worden waren. Mit diesem Leitfaden in der Hand brauche man nicht mehr bei jedem Projekt Grundsätzliches von vorne diskutieren, sagte stellvertretend Thomas Kühnel (Grüne). Und Helmut Böller (SPD) freute sich darüber, dass beispielsweise geregelt ist, welche Materialen verwendet werden dürfen und welche nicht. Als Beispiel nannte er Dämmstoffe, die bei der Herstellung mehr CO? erzeugen würden als sie später einsparen können.

Der 25 Seiten starke Leitfaden umfasst Vorgaben zu Bereichen wie Hochbau, Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär- und Elektrotechnik. Geregelt ist beispielsweise, wofür welche Stoffe benutzt werden dürfen und was bei der Abnahme zu beachten ist.

Die Leitlinien sollen künftig Grundlage aller Architekten- und Ingenieurbeauftragungen sein. Gebäudemanager Helmut Stauber, der zusammen mit Berater Steffen Riedel vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza) maßgeblich an der Ausarbeitung beteiligt war, kündigte an, die Leitlinien 'jährlich nochmals anfassen' zu wollen, um sie stets an aktuelle Anforderungen anpassen zu können. Wichtig seien Kostensicherung und das Setzen von Qualitätsstandards. Neben Klimaschutz und Energiesparmaßnahmen sollen auch Wirtschaftlichkeit und Barrierefreiheit gleichermaßen beachtet werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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