Bürgerforum
Landratsamt hofft wieder auf regere Beteiligung am Bürgerforum Lindau

Gestartet ist das Bürgerforum im Landkreis im März mit 240 Teilnehmern. Die Abschlussveranstaltung und die Fahrt von 25 Teilnehmern zum Treffen mit Bundespräsident Christian Wulff im Mai sollen aber nicht der Schlusspunkt gewesen sein. «Wir hoffen, dass es weitergeht», so die im Landratsamt für das Bürgerforum zuständige Projektleiterin Ingeborg Patzke.

Landrat Elmar Stegmann macht aber keinen Hehl daraus: << Der Wille dazu muss von den Bürgern ausgehen. >>

Den weiteren Weg, den die Bertelsmann-Stiftung als Hauptinitiator des Bürgerforums vorgibt, möchte der Landkreis nicht weiter mitgehen. Einen << Engagement-Marktplatz >>, auf dem sich Vereine und Institutionen auf der einen und zur ehrenamtlichen Mitarbeit bereite Bürger auf der anderen Seite treffen, wird es also nicht geben.

Patzke, aber auch Tobias Walch und Sybille Ehreiser, hoffen beim Pressegespräch vielmehr, dass die weiterhin aktiven Teilnehmer Themen anstoßen und diskutieren und somit Beiträge liefern, die politische Entscheidungen beeinflussen oder gar erst auslösen.

Alle drei sind Mitarbeiter des Landratsamtes und jeweils für einen der sechs Ausschüsse zuständig, die sich beim Bürgerforum im März gebildet hatten. << Doch es zeigt sich, dass die diskutierten Themen oft zusammenhängen >>, so Patzke. Denkbar ist daher auch eine Zusammenfassung der Gruppen.

Das könnte auch eine Folge des unterschiedlichen Engagements der Teilnehmer sein. Bereits mehrfach getroffen hat sich ein Bürger-Stammtisch mit durchschnittlich zehn Teilnehmern. Ihn hat Barbara Richart-Huemer angeregt. Sie zählte zu den << Bürger-Redakteuren >>, die beim Bürgerforum im März die Aufgabe hatten, die Diskussionsergebnisse zusammenzufassen und zu formulieren.

Sie hat auch eine erste größere Veranstaltung initiiert, die am 14. Oktober in Lindau stattfindet: Dann informieren Referenten über die Möglichkeiten direkter Bürgerbeteiligung in der Schweiz, Österreich und Deutschland.

<< Der Wunsch nach konkreten Informationen ist groß >>, weiß Sybille Ehreiser. Ob und was einmal als Ergebnis dieser Information stattfindet, ist völlig offen.

<< Wie können wir junge Menschen im Landkreis halten? >> - das ist eine Frage, die im Mittelpunkt der Diskussionen im Ausschuss << Demografie >> steht. Er hat sich bereits zweimal getroffen. Und jeweils 15 Teilnehmer waren da. << Hier gibt es einen Schnittpunkt zum Bildungs-Ausschuss >>, weiß Tobias Walch. Denn: << Die Abwanderung ist oft eine Folge der fehlenden Hochschulen im Landkreis >>, sagte Walch.

Einen regen Austausch gibt es bereits zwischen dem Integrationsbeirat im Landkreis und dem Bürgerforums-Ausschuss << Integration >>. << Hier gab es interessante Diskussionen, beispielsweise über die Ziele der Integration >>, so Tobias Walch. Gemeinsam wird zu einem Forum im November eingeladen. Von den rund 40 Teilnehmern zu Beginn sind noch 15 dabei.

Die << Legitimität >> des Kreises leitet Walch aus dem Engagement ab. << Jeder kann mitmachen >>, stellt er fest. Denn: Auch wer nicht beim Bürgerforum dabei war, kann sich in die einzelnen Bereiche noch einklinken, Ideen einbringen und mitdiskutieren.

Das gilt für das Integrationsforum ebenso wie für den Info-Abend zur Bürgerbeteiligung im Oktober. Aber auch die anderen Ausschüsse sind offen. << Wir informieren gern, welcher Ausschuss sich wann und wo trifft >>, so Ingeborg Patzke.

Eine Tendenz zeichnet sich deutlich ab: Auf Landkreis-Ebene wird bevorzugt Auge in Auge diskutiert. Eine Online-Plattform, wie beim bundesweiten Bürgerforum, gibt es nicht. Und in einer Gruppe des sozialen Netzwerkes << Facebook >> haben sich bislang auch nur neun Teilnehmer zusammengeschlossen.

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