Forderung nach mehr Corona-Impfstoff
Krankenhäuser im Allgäu vor dem Kollaps? Landräte in Schwaben schlagen Alarm!

Schwester Franziska Strauß dokumentiert im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald neben dem Bett eines Corona-Patienten die Behandlungsschritte. Am Universitätsklinikum werden seit Beginn der Pandemie Covid-19 Patienten behandelt.
  • Schwester Franziska Strauß dokumentiert im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald neben dem Bett eines Corona-Patienten die Behandlungsschritte. Am Universitätsklinikum werden seit Beginn der Pandemie Covid-19 Patienten behandelt.
  • Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Die schwäbischen Landrätinnen und Landräte fordern vom Freistaat Bayern eine Impfstoff-Sonderlieferung für den Regierungsbezirk Schwaben. Aus Sicht der Kommunalpolitiker sei das die einzige Möglichkeit, "eine Eskalation der Situation in den schwäbischen Krankenhäusern zu verhindern." In einem Brief an den Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek formulierten die Landkreisvertreter ihre Forderungen. Zuvor hatten sie sich im Rahmen einer Arbeitstagung mit den Ärztlichen Koordinatoren des Regierungsbezirks über die aktuelle Situation in den Krankenhäusern ausgetauscht. 

Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit stark ausgelastet

Zum Regierungsbezirk Schwaben gehören die drei Rettungsdienstbereiche Allgäu, Donau-Iller und Augsburg. Laut Dr. Hubert Mayer, ärztlicher Koordinator des Regierungsbezirks Schwaben, sind dort die Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit stark ausgelastet – insbesondere das Allgäu sei in den vergangenen Wochen an seine Grenzen gekommen. Um eine Versorgung der Patienten trotz dieser angespannten Situation aufrecht erhalten zu können, seien schwabenweit immer wieder Patienten in andere Regierungsbezirke bzw. Bundesländer verlegt worden. Um eine Abschwächung der derzeitigen Lage zu erreichen, werde mehr Impfstoff benötigt, so Elmar Stegmann, Landrat des Landkreises Lindau und Vorsitzender des Bezirksverbandes Schwaben. 

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Stegmann: "Wir fordern mehr Impfstoff vom Freistaat Bayern"

Im Vergleich zu den anderen Bayerischen Bezirken hat Schwaben schon über mehrere Wochen hinweg eine sehr hohe Inzidenz, so Mayer. Mit einer 7-Tages-Inzidenz von 197,53 liegt Schwaben hinter Niederbayern (213,64) aktuell bayernweit auf Platz 2. "Unser Ziel muss sein, die Kurve im Regierungsbezirk Schwaben abzuflachen, um einen Kollaps der Intensivversorgung abzuwenden", heißt es in dem Brief an den Gesundheitsminister. Demnach konnte im Landkreis Tirschenreuth gezeigt werden, dass eine höhere Versorgung mit Impfstoff die Inzidenzzahlen deutlich senkt. "Wir Landkreisvertreter fordern vom Freistaat Bayern mehr Impfstoff, um eine Eskalation der Situation in den schwäbischen Krankenhäusern zu verhindern“, sagt Stegmann. 

Entwicklung in Vorarlberg bereitet Sorge

Auch die aktuelle Entwicklung im österreichischen Bundesland Vorarlberg bereitet den Politikern Sorgen. "Trotz immens steigender Zahlen hält die Vorarlberger Landesregierung an weiteren Lockerungen fest."so Stegmann. "Ich befürchte, dass dies durch die engen Verflechtungen der angrenzenden Landkreise zu stark steigenden Zahlen und damit auch unweigerlich zur erhöhten Auslastung der Intensivbetten beitragen könnte."

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