Fridays for Future
Klima-Aktivisten in Lindau fordern: Weniger Autos, mehr Fahrräder und kostenloser ÖPNV

Symbolbild: Fridays for Future.
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Die Mitglieder von Fridays for Future Lindau haben zusammen mit Fridays for Future Lindenberg, Parents for Future Lindau und dem Förderverein für Erneuerbare Energien Forderungen an Vertreter des Landkreises und der Stadt Lindau geschickt. In ihrem Schreiben rufen sie die Politiker dazu auf, "unverzüglich wissenschaftlich anerkannte, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um den Klimawandel zu stoppen". "Zu lange wurde gezögert und gezaudert", erklärt Fridays for Future weiter. Man dürfe und könne nicht mehr länger warten.

Eine der zentralen Forderungen der Bewegung: Der Landkreis und die Stadt sollen bis spätestens 2035 Nettonull Treibhausgasemissionen erreichen. Dafür solle ein Kreisklimarat aus Vertretern von Kreisrat, Fridays For Future, Parents For Future, dem Förderverein für Erneuerbare Energien sowie dem Klimaschutzmanagers des Landkreises geschaffen werden.

Vision für Lindau im Jahr 2035

Ab 2028 soll zunächst die Lindauer Insel autofrei sein. Stattdessen soll es ein flächendeckendes ÖPNV-Netz geben, das kostenlos und emissionsfrei ist, außerdem eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr. Die Vision der Klimaaktivisten für Lindau Stadt und Landkreis im Jahr 2035 sieht vor, dass der Landkreis und die Stadt dann klimaneutral sind und dass sie Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien beziehen.

Weniger Auto-Stellplätze, dafür kostenloser ÖPNV

Die allgemeine Vision für Stadt und Landkreis Lindau verbinden die Gruppen mit konkreten Forderungen, unter anderem in den Bereichen Mobilität, Kreis- und Stadtverwaltung oder auch Stadtplanung und Gebäude. So verlangen sie zum Beispiel eine starke Begrenzung des motorisierten Individualverkehrs. Das soll durch eine sofortige Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 auf allen städtischen Straßen und attraktive Park-and-Ride-Systeme inklusive Carsharing gelingen.

Der Landkreis und die Stadt sollen sich darüber hinaus dafür einsetzen, dass weniger Auto-Stellplätze gebaut werden. Der ÖPNV soll spätestens 2025 kostenlos sein und schrittweise elektrifiziert werden.

Nur noch veganes oder vegetarisches Essen bei Gemeindeveranstaltungen

In Sachen Stadt- und Kreisverwaltung fordern die Klimaaktivisten das Verbot von innereuropäischen Dienstflügen für alle städtischen Mitarbeiter. Zudem sollen Gemeindebedienstete, die mit dem ÖPNV innerhalb einer Stunde am Arbeitsplatz sein können und trotzdem mit dem Auto zur Arbeit fahren, für einen Parkplatz bezahlen. Wenn es nach den Mitgliedern von Fridays und Parents for Future geht, soll es bei Gemeindeveranstaltungen zudem nur noch vegetarisches oder veganes Essen geben.

Ihre Forderungen sehen vor, dass Auto-Parkplätze im Landkreis und der Stadt in Fahrrad-Parkplätze umgewandelt werden. Die neu gewonnenen Flächen sollen dann Grünanlagen werden. Bei allen Grünflächen sollen zudem geprüft werden, ob sie als Blühstreifen für Insekten genutzt werden können. Dafür soll die Stadt frei zugängliche Gemeinschaftsgärten einrichten.

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