Schilderstreit
Kein Hinweis auf Wasserburg und Nonnenhorn bei der Abfahrt in Kressbronn

Der sogenannte Schilderstreit zwischen Kressbronn auf der einen und Nonnenhorn und Wasserburg auf der anderen Seite schwelt weiter. Auch Gespräche zwischen den Landräten des Bodenseekreises und des Landkreises Lindau, Lothar Wölfle und Elmar Stegmann, führten bislang zu keinem Ergebnis. Wie das Landratsamt auf Anfrage mitteilt, hat sich auf Bitten von Landrat Elmar Stegmann zwischenzeitlich der bayerische Staatssekretär Gerhard Eck eingeschaltet. Er wandte sich schriftlich an seine württembergische Kollegin Giesela Splett mit der Bitte, 'im Sinne einer gutnachbarschaftlichen Zusammenarbeit der Bodenseegemeinden müsste eine Lösung wohl auch möglich sein.'

Eck regt an, ein nicht amtliches Hinweisschild auf die Gemeinden Wasserburg und Nonnenhorn oder einen Hinweis 'Keine Abfahrtsmöglichkeit bis Lindau' aufzustellen. Eine Antwort aus Baden-Württemberg habe Eck bislang noch nicht erhalten, schreibt das Landratsamt Lindau.

Begonnen hat der sogenannte Schilderstreit, als das Landratsamt Bodenseekreis im März 2007 die wegweisende Beschilderung nach Wasserburg und Nonnenhorn an der B 31 / Höhe Kressbronn entfernen ließ. Ortsunkundige fahren seither auf der Suche nach den bayerischen Bodenseegemeinden auf der B 31 bis Lindau und folgen nach einem großen Umweg von dort aus der Beschilderung in die gesuchten Gemeinden. Alle Bemühungen von bayerischer Seite auf eine Wiederbeschilderung schlugen bisher fehl.

Auch die Bemühungen des Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter, der sich 2007 mit der Bitte um Unterstützung an Staatssekretär Georg Schmid sowie an den baden-württembergischen Staatssekretär Rudolf Köberle gewandt hat, führten zu keiner Lösung.

Bei einem daraufhin einberufenen Treffen habe die baden-württembergische Seite die Auffassung vertreten, dass die Beschilderung nur dann wieder angebracht werden könne, wenn auf bayerischer Seite die Behelfsausfahrt Rickatshofen für den allgemeinen Verkehr geöffnet werde. Dies würde für die Ortsdurchfahrt Kressbronn eine Entlastung von etwa 900 Autos täglich bedeuten.

In diesem Jahr entschied die Regierung von Schwaben, die geplanten Anschlussstellen Rickatshofen und Schönau an der B 31 nicht zu bauen. Nach dieser Entscheidung hätten Mitarbeiter des Landratsamts Lindau mehrfach den Kontakt zu den zuständigen Behörden gesucht – ohne Erfolg.

'Ich kann verstehen, dass die Gemeinde Kressbronn durch eine erneute Beschilderung eine Zunahme des innerörtlichen Verkehrs befürchtet,' so Landrat Elmar Stegmann. 'Doch sollten Umwelt- und Sicherheitsaspekte bei den Überlegungen auch Berücksichtigung finden.'

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