Haushalt
Kaum Nachfragen im Kreisausschuss Lindau ndash Rücklagen sollen abgebaut werden

Manch ein Kreisrat war mit dem überarbeiteten Haushaltsrentwurf so zufrieden, dass er gleich nach der Vorstellung der Zahlen durch Kämmerer Erwin Feurle seinen Arm heben wollte. Kaum war das Werk präsentiert, rief Jürgen Müller (FW) seinen Kollegen zu: 'Stimmen wir ab.'

Zwar ging es dann doch nicht so schnell, doch auch die anderen Räte zeigten sich zufrieden mit dem im Haushaltsausschuss vorbereiteten Zahlenwerk. Von einer positiven Entwicklung im Bereich der Einnahmen konnte Feurle berichten. Grund dafür seien die Schlüsselzuweisungen, die höher ausfallen, als zunächst vermutet.

Ziel sei es den Schuldenberg weiter abzubauen, betonte Feurle. Auf gut 28 Millionen Euro summiert sich dieser derzeit. Läuft alles nach Plan sollen es am Ende des Jahres noch 26,9 Millionen sein. 'Seit 2007 haben wir 11,5 Millionen Schulden abgebaut', hob Feurle hervor. Dies sei auch durch die Gemeinden im Landkreis möglich gewesen.

Einen nahezu kostenlosen Kredit will der Kreis außerdem aufnehmen um damit energetische Sanierung zu bezahlen. Auf diesem Wege könne auf der anderen Seite wieder Kredite getilgt werden, erläuterte Feurle.

Viele Fragezeichen gebe es noch, was die mittelfristige Finanzplanung anbelangt. So übernehme zwar der Bund bis 2014 laut Feurle einen höheren Anteil an der Grundsicherung im Alter, was den Kreis entlastet, jedoch werden wohl die Kosten des Bezirks weiter steigen. Auf Nachfrage von Kreisrat Helmut Böller (SPD, Lindenberg) erläuterte Feurle, dass in den kommenden Jahren kontinuierlich die Rücklagen abgebaut werden sollen. So werden die Rücklagen zwar zunächst von rund 2,5 Millionen Euro durch Überschüsse und Haushaltsreste auf etwa 3,25 Millionen ansteigen.

Da jedoch die Bezirksumlage für den Landkreis steige, gleichzeitig allerdings der Kreisumlagesatz stabil gehalten werden solle, muss der Kreis rund eine Million Euro aus der Rücklage herausholen. Am Ende blieben nach derzeitiger Kalkulation rund 2,25 Millionen Euro, die jedoch die nächsten Jahren laut Feurle weiter sinken werden. 'Ja, richtig, bis 2014 haben wir die Rücklagen vervespert', räumte Feurle auf eine erneute Nachfrage von Böller ein.

Ergebnis meistens besser

Positiv sah dies Scheideggs Bürgermeister Pfanner. 'Die Rücklagen werden von den Gemeinden aufgefüttert, das kann auf Dauer nicht sein, auch dort sind Investitionen notwendig.

' Weshalb er auch dafür plädiert die Rücklagen abzubauen und nicht unnötig anzuhäufen. Auch Pfanner blickt dem Haushaltsjahr optimistisch entgegen. 'Meistens ist das Ergebnis besser als der Entwurf.' 'Mit dem Haushalt zufrieden' war auch Kreisrat Thomas Kühnel (Grüne, Lindenberg). Positiv merkte er an, dass derzeit viele Schulen umgebaut werden oder wurden, um so Energie zu sparen.

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