Unfall
In Lindau laufen 16 000 Liter Lauge aus

16000 Liter Kalilauge sind gestern Vormittag in einem Lindauer Betrieb ausgelaufen. Größerer Schaden ist nicht entstanden: Die Lauge lief in Auffangbecken und wurde von der Feuerwehr umgepumpt. Im Einsatz war unter anderem der Gefahrgutzug der Weilerer Feuerwehr mit 30 Mann. Die Westallgäuer Wehrler waren in Schutzanzügen bei der Arbeit.

Der Alarm ging gegen 8.15 Uhr bei der Leitstelle ein. In einem großen Tank der Firma Schuster-Chemie hatte sich ein Riss gebildet.

Das Unternehmen produziert Reinigungsmittel für die Gastronomie, Wäschereien und die Autoindustrie. Insgesamt 16 000 Liter Lauge liefen in einen Auffangbehälter unter dem lecken Tank. 'Die Sicherungseinrichtungen haben funktioniert', sagte Kreisbrandrat Friedhold Schneider.

Ein Mitarbeiter leicht verletzt

Ein 28-jähriger Mitarbeiter hatte noch versucht, einen Schieber zu betätigen und erlitt durch den Kontakt mit der Lauge leichte Verletzungen im Gesicht. Er wurde ambulant versorgt. Elf weitere Mitarbeiter, die sich nach Angaben der Feuerwehr in dem Areal aufhielten, brachten sich in Sicherheit.

Innerhalb des Betriebsgeländes wurde der Bereich um den Lagerbehälter geräumt, ebenso wurden die nahegelegenen Straßen für den Einsatz gesperrt. Die Lauge gilt zwar als 'stark gesundheitsgefährdend', sie setzt aber keine Dämpfe frei. Deshalb bestand nach Angaben von Feuerwehr und Polizei auch 'keine konkrete Gefahr' für die Bevölkerung.

Um die Lauge umzupumpen, wurde die Feuerwehr Weiler alarmiert. Bei ihr ist der einzige Gefahrgutzug im Landkreis stationiert. Als 'nicht ganz so schlimm' stuft deren 2. Kommandant Armin Rochelt den Einsatz ein.

Die Lauge sei zwar stark ätzend gewesen, doch es habe weder Brand- noch Explosionsgefahr bestanden. 'Im Vordergrund steht bei so etwas immer der Personenschutz. Und der war gewährleistet', teilte Rochelt mit.

Etwa zweieinhalb Stunden dauerte die Einsatzzeit der Weilerer. Rund 500 Liter pro Minute konnten umgepumpt werden. Etwa 12 000 Liter pumpte die Feuerwehr in vom Unternehmen bereitgestellte Behälter, den Rest konnte die Firma selbst aufnehmen.

Im Einsatz waren auch die Feuerwehr Lindau mit 90 Mann. Die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes aus Weiler, die vorsichtshalber alarmiert worden war, und das BRK aus Lindau waren ebenfalls vor Ort.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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